Seminar/Workshop/Kurs – Veranstaltung: 15. Mai 2012 18:00 - 21:00

flashlights SPACE
Veranstaltungsort
Stadtbad Wedding
Gerichtstraße 65, 13347 Berlin, Deutschland
Web: http://arttransponder.net/33.0.html

Beschreibung

Mentale Kartographien

Unsere Wahrnehmung übermittelt uns kontinuierlich einen Fluss von Informationen durch diese wir unser Bewußtsein und unsere Orientierung schaffen und ständig neu aktualisieren. Gelernte Konstanten einer Orientierung im Raum werden als Teil des Weltwissens im Gedächtnis gespeichert. Auf sie wird bei der Imagination, der Planung und der raumzeitlichen Schlussfolgerung zurückgegriffen. Orientierung entsteht somit als eine Leistung des Subjekts. Sie ist eine Erkenntnis, die das Subjekt aktiv, handelnd im Umgang mit der Umwelt gewinnt und die auch nur in diesem Zusammenhang ihre Funktion hat.

Die mentale Orientierung im Raum ist eine, sich auf Erkenntnis berufende Fähigkeit, die das Bewusstseins eines Subjekts in folgenden Dimensionen beinhaltet:
1. Orientierung zum Raum > siehe Raumlage - dieses werden wir an unserem Arbeitsort-Arbeitsraum im Stattbad Berlin Wedding untersuchen
2. Orientierung zur Identität > Wie beeinflußt uns der Raum, wie dehnt sich der Raum mental aus? Wo befindet sich unnsere persönliche Grenze und wo hört sie auf, ohne dass wir den Standort wechseln?

Nach einer kurzen Einführung werden wir den Arbeits-Standort erforschen und individuelle, mentale Karten davon erstellen. Die gewonnenen Ergebnisse werden dann mit dem tatsächlichen Lage-Plan und mit den gesammelten Ergebnissen der Teilnehmer_innen verglichen und anschließend prozeßhaft zur Diskussion gestellt.

Im Workshop werden wir folgenden Fragen untersuchen:

>> Wie ist ein Ergebnis ohne wissenschaftliche Grundlage nur durch unserer Erinnerung und unser Wissen möglich?
>> Aus welchen Gründen unterscheiden sich die wissenschaftlich basierte kartographische Darstellung unserer Örtlichkeit tatsächlich von den einzelnen mentalen Karten der Teilnehmer?
>> Welche Veränderungen ergeben sich bei einem Perspektiv-Wechsel, z.B.von der Froschperspektive zur Vogelperspektive? Ist ein Perspektivwechsel auch ein Wechsel des Raumes - und gleichzeitig ein Wechsel von Materie zur Nichtmaterie?

> ZUZANNA SKIBA
Zuzanna Skiba, Kartographin und bildende Künstlerin lebt in Berlin und arbeitet seit mehr als 20 Jahren an der Erstellung einer persönlichen Kartographie, die auf Erinnerungen und konkret Erlebtes zurückgreift. Ihr Werkkomplex serieller Arbeiten zeigt beispielhaft eine mentale Arbeitsweise, von sich fließend verändernden inneren wie äußeren Landschaften, die eigene Formen bilden und in eine gemalte Form eingebettet werden. Zuzanna Skiba betrachtet die Welt von außen mit all ihren topographischen, politischen und persönlichen Informationen und Erinnerungen. Ihre aktuelle Werkserie „Magnetfelder“ besteht aus Zeichnungen in der die Linie abgrenzt, eingrenzt oder einschließt und eine ganz eigene Bedeutung schafft, welche in der Dichte und Richtung zu einer malerischen Bildkomponente wird. Sie ist in internationalen und nationalen Ausstellungen und Kunstprojekten vertreten und arbeitet innerhalb verschiedener Künstlerkooperationen.
Mehr Informationen unter: www.zuzannaskiba.com


Details
Titel
flashlights SPACE
Veranstaltungsart
Seminar/Workshop/Kurs

Termin Zeiten
Wann
Veranstaltung: 15. Mai 2012 18:00 - 21:00

Veranstalter

Zusatzinformation
Zusatzinformation

> Workshop in deutscher Sprache
> Kostenbeitrag für Materialien: 4 Euro (bitte zum Workshop mitbringen)
> max. Teilnehmer_innenzahl: 8 - 10
> Deadline 15. Mai > ONLINE ANMELDUNG >> HIER


Kategorien
Kreativbereiche
Bildende Kunst, Kulturgeschichte
Standort
Wedding

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