Creative City Berlin

 

In unserem Blog stellen wir in loser Folge ausgewählte Förderprogramme, Finanzierungsformen, Workshops und andere Angebote vor, die wir für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Berlin und Brandenburg für besonders relevant halten. Außerdem informieren wir hier über Angebote unserer Kooperationspartner. Wir freuen uns über Kommentare, Erfahrungsberichte und weitere Vorschläge.

7. Dezember 2011 | Keine Kommentare

ChawaChawa – Gaming for a good cause

ChawaChawa ist eine Spielplattform, die die Interessen von Gamern, Hilfsorganisationen und Werbepartnern miteinander verknüpft, damit alle daraus Nutzen ziehen können.

ChawaChawa-Logo

Und so funktioniert’s: Gamer erspielen finanzielle Mittel für Hilfsorganisationen. CSR-Sponsoren verbessern ohne Aufpreis zur herkömmlichen Werbung ihr Image und kommen gleichzeitig ihrer sozialen Verantwortung nach. Hilfsorganisationen erhalten zusätzliche Chancen, sich medial zu repräsentieren, einen Kommunikationskanal zu den Begünstigten zu etablieren und finanzielle Mittel. Alles nach dem Motto „Zusammenarbeit ist notwendig”. Denn nichts anderes bedeutet ChawaChawa auf Kiswahili.

Ausgedacht hat sich das Ganze Kaspar van Treeck aus Berlin. Umgesetzt hat er es mit Hilfe des Entwicklerstudios pixeltamer.net, das ein Portfolio von 10 Spielen eingebracht und das Webportal entwickelt hat.

Kaspar Van Treeck

Die Idee zu ChawaChawa kam Kaspar während seines Studiums der interaktiven Medien an der Filmakademie Baden-Württemberg: in einem Vortrag zum Thema Web 2.0 stellt eine Dozentin das Spiel www.freerice.com vor. Bei diesem werden durch das Übersetzen von Synonymen und gleichzeitiger Bannereinblendung 10 Körner Reis für das http://de.wfp.org/ World Food Programme finanziert. Es ist Liebe auf den ersten Blick – Kaspar gefällt die Idee so gut, dass er sie übernimmt und ausbaut, so dass ein viel breiteres Spektrum an Spielen genutzt werden kann. Am Anfang habe er nicht wirklich gewusst, wie man vorgeht, um ein Geschäft aufzubauen. Er sei „als naiver Student rangegangen“, es ging ihm vorrangig um den Inhalt, den Prototypen und die Website. Er und sein Team haben selbst viel investiert aber auch viel Beratung in Anspruch genommen. Das war ganz wichtig, sagt Kaspar. Begleitend zum Diplom hat er außerdem einen Businessplan entwickelt, der nun stetig weiterentwickelt wird. Noch steht er ganz am Anfang, aber das Ziel ist es, ChawaChawa als Marketingbrand zu etablieren und langfristig auf Browserspiele/Free2play-Modelle auszudehnen.

Immerhin: ChawaChawa ist bereits mit dem Titel „Kultur- und Kreativpilot 2011“ ausgezeichnet worden und hat vor kurzem seine erste offizielle Kampagne gestartet: Den ChawaChawa-Adventskalender!

Seit dem 1. Dezember wird über den Kalender jeden Tag ein Help-Target (konkrete Hilfsgüter wie z.B. ein Weihnachtsessen, Kricketset und Basketbälle für Waisenkinder in Nairobi und Kathmandu mit einem Wert von insgesamt 675,00€) finanziert und der beste Spieler des Tages bekommt das Advents-Achievement. Der Kalender ist eine Initiative der Kultur- und Kreativpiloten Deutschland.

Mehr Infos über ChawaChawa gibt es hier.

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