25. August 2011

"Sternklar" - Neue Anlaufstation für abstrakte Malerei in Berlin

Am 9. September 2011 um 19 Uhr eröffnet die Zweigstelle Berlin die Ausstellung „Sternklar“ und wird somit zu einer zusätzlichen, kompetenten Anlaufstation und Präsentationsplattform für elaborierte abstrakte Malerei. Die Ausstellung zeigt 17 malerisch abstrakte Positionen von in Berlin und München lebenden Künstlern und wurde von Michel Carmantrand kuratiert. Folgende Künstler stellen ihre Bilder aus: Thomas Bechinger, Mateo Cohen, Ruprecht Dreher, Isabelle Dyckerhoff, Ingrid Floss, James Geccelli, Gilbert Hsiao, Susanne Jung, Dittmar Krüger, Gerhard Mantz, Paola Neumann, Daniela Pukropski, David Rhodes, Andrea Schomburg, Wolfgang Schröder, Stefan Schröter und Elisabeth Sonneck.

Der Ausstellungsgedanke kreist um die Frage „Wo steht die Malerei heute - zumal sie umgeben ist von einer Vielzahl konkurrierender Bildmedien - und wo liegt ihr spezifisches, mediales Eigensein, wo das der einzelnen Arbeit?“

Der Kurator Michel Carmantrand schreibt über die Ausstellung: "Die Sterne am nächtlichen Himmel sind sichtbar und funkeln. Sie deuten aber auf nichts anderes hin als sich selbst (es sei denn auf eine unerhörte Distanz in der Tiefe eines Raumes, der uns zugleich flächig als auch tief erscheint). Allein das menschliche Anschauungsvermögen strukturiert sie, indem es gewisse Sterne voneinander isoliert und andere in Konstellationen, um nicht zu sagen Staubhaufen zusammenfasst. Dasselbe Vermögen spricht ihnen spezifische Qualitäten, einen Einfluss, einigen eine vermehrte Leuchtkraft zu. Und dennoch, die Sterne in der Nacht sind reine Abstraktion, von vollkommener Gleichgültigkeit. So ist es also: die immerwährende, kalte und abstrakte Natur ist nicht nur sicht- und ertragbar, wenn man ihr anständige Kleider überzieht, welche ihr in unseren Augen einigen Wert verleihen, kurz, wenn man sie travestiert. "Sternklar" hat sich einen umgekehrten Weg zu dieser symbolischen Zähmung der Sterne vorgenommen und möchte aus den Schachteln der Ateliers, der Masse der Arbeiten eines jeden Künstlers nur ein und ein einziges Gemälde von kleinen Ausmaßen herausziehen, um es auf diese Weise seiner Sterneneinsamkeit zurückzugeben, es auf der tiefen Oberfläche eines völlig weißen Nachthimmels anzuheften: den Wänden"


Die Zweigstelle Berlin bemüht sich seit über 3 Jahren, Berlin als Galeriestandort weiterhin attraktiv zu halten. Mit "Sternklar" bietet sie dem in Berlin anwesenden (Messe-)Publikum die Gelegenheit, neue aufstrebende Künstler zu entdecken, die ihre Rolle auf dem internationalen Kunstmarkt entweder bereits gefunden haben oder demnächst finden werden.

Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter folgenden Link: www.zweigstelle-berlin.de/sternklar_atelier.htm