June 30, 2011 | musikmarkt

Pilotprojekt zur Energieeffizienz in Clubs: "Green Club Index"

Wie viel Energie verbraucht ein Club? Welche Einsparungsmöglichkeiten gibt es? Das klärt das Pilotprojekt zur Energieeffizienz "Green Club Index".
Die Green Music Initiative (GMI) hat in Zusammenarbeit mit der Energieagentur.NRW das erste nationale Pilotprojekt zum Thema Energieeffizienz, "Green Club Index" gestartet. Dabei nehmen an dem zunächst für ein Jahr angelegten Projekt sechs Clubs aus Nordrhein-Westfalen teil. In der zweiten Jahreshälfte sollen weitere Regionen folgen. Bei einer Pressekonferenz stellten die Partner ihre ersten Erfahrungen und Erkenntnisse vor und diskutierten, wie man künftig den Energieverbrauch und CO2-Ausstoß gezielt senken kann.

Die beteiligten Clubs (Club Bahnhof Ehrenfeld und Gloria aus Köln, Ufer 8 aus Düsseldorf, Club Butan aus Wuppertal, Bahnhof Langendreer aus Bochum, Stereo aus Bielefeld) ermitteln seit April 2011 ihren jeweiligen "Green Club Index", der den Energieverbrauch pro Besucher beziffert. Anhand dieser Werte werden nun mit einem Energieexperten individuelle Maßnahmen erarbeitet, um in den kommenden Monaten den Indexwert zu senken. Die Ergebnisse sollen zudem den bundesweit mehr als 5500 Clubs und Diskotheken zur Verfügung gestellt werden.

“Ein Clubbetreiber kennt sich in der Regel mit seiner Gastronomie, seinen DJs, seinen Türstehern und dem Jugendschutz aus. Mit Hilfe des 'Green Club Index' machen wir das Thema Energieeffizienz für ihn erleb- und umsetzbar”, erklärte Jacob Bilabel, Gründer der Green Music Initiative.

Die Berater der EnergieAgentur.NRW erfassten bei den ersten Club-Begehungen Energieverbräuche zwischen 47.000 und 180.000 KWh Strom pro Jahr. Das entspricht jeweils etwa Kosten von 10.000 bis 40.000 Euro oder bis zu 90 Tonnen CO2. Der Stromverbrauch geht dabei im Wesentlichen auf Lüftung von Räumen, auf Licht- und Soundanlagen, auf Gastronomie und vor allem auf die Nutzung von Kühlschränken und Kühlhäusern zurück.

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