Corona-Soforthilfe

Was musst du alles wissen? 

An dieser Stelle beantworten wir dir wichtige Fragen zur sogenannten Soforthilfe II und IV - schnell, einfach, unbürokratisch. Die FAQ werden fortlaufend aktualisiert. Sobald uns neue Fragen bzw. Problemstellungen bekannt werden, nehmen wir sie in den Fragekatalog mit auf. Wir weisen darauf hin, dass alle Angaben rechtlich unverbindlich sind.

Kennst du zudem unseren Überblick über sonstige Soforthilfen, Umgang mit Fördermitteln und Rechtsfragen? Den bieten wir dir hier

Die Anträge für das Soforthilfeprogramm II (Soforthilfe Corona) waren bis zum 31. Mai 2020, 23:59 Uhr verfügbar. Das Soforthilfeprogramm IV wurde am 15. Mai 2020, 18:00 Uhr eingestellt.

 

Soforthilfe Corona (früher Soforthilfe II genannt)

  • Welche Angaben werden für die Antragstellung benötigt?
    • Für Unternehmen: Allgemeine Unternehmensdaten: Rechtsform*, Name*, Gründungsdatum*, Website, Registernummer (z.B. Handelsregisternummer), Branche*, Unternehmensanschrift*, Anzahl der Beschäftigten* (Vollzeitäquivalente, exkl. Azubis und 450€-Mitarbeiter)  

      Für Soloselbständige und Freiberufler: Angaben zum Inhaber/gesetzlichen Vertreter: Name*, Kontakt* (Telefon und E-Mail), Steuer-ID*, Personalausweis oder Reisepass* (die letzten fünf Ziffern der Ausweisnummer) 

      Bankverbindung des Unternehmens bzw. der/ des Selbständigen: Kontoinhaber*, Internationale Bankkontonummer (IBAN)* Hier muss ein deutsches Konto angegeben werden!

      * Diese Angaben sind zwingend notwendig.

  • Wer ist antragsberechtigt?
    • Im Antrag ist allgemein von Soloselbstständigen und Freiberuflern die Rede. Dazu gehören aber auch Schauspielerinnen, Tänzer, Künstlerinnen, Musiker, Performer, Museumsführerinnen und alle, die mit Kunst und Kultur ihren Lebensunterhalt verdienen. Ihr seid also ausdrücklich antragsberechtigt! Und auch Klein- und Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten bzw. bis zu fünf Beschäftigten (siehe unter „Wie viel Geld bekommst du?“) können einen Antrag stellen.

      Wichtig: Der Firmensitz bzw. die Selbstständigkeit müssen in Berlin gemeldet sein. Die Staatsbürgerschaft ist für den Antrag jedoch irrelevant. 

  • Wie viel Geld bekommst du?
    • Freiberufler und Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten (Vollzeitäquivalente möglich) bekommen bis zu 9.000 € (Bundesmittel) pro Antrag.

      Kleinunternehmen mit mehr als fünf und bis zu zehn Beschäftigten (Vollzeitäquivalente möglich) können bis zu 15.000 € (Bundesmittel) pro Antrag stellen.

  • Wer wird als Angestellte bzw. Beschäftigter gezählt?
    • Stichtag für die Berechnung der Mitarbeiterzahl ist der 31.12.2019. Wurde das Unternehmen nach dem 31.12.2019 gegründet, gilt der 11.03.2020 als Stichtag.

      Teilzeitkräfte kann man in Vollzeitkräfte (Vollzeitäquivalente) umrechnen. Auszubildende und Mitarbeiter auf 450-Euro-Basis dürfen ebenfalls mit einberechnet werden. Weitere Informationen zur Berechnung der Vollzeitäquivalente findest du hier unter dem Punkt "Was bedeuten "Beschäftigte in Vollzeitäquivalent"?

      Auch Honorarkräfte zählen nicht als angestellt beschäftigt.

  • Wofür ist das Geld bestimmt?
    • Der Corona-Zuschuss ist verwendbar für laufende Betriebskosten und erwerbsmäßige Sach- und Finanzaufwendungen wie z.B.:

      - gewerbliche Mieten
      - Leasingaufwendungen
      - geschäftliche Telekommunikationskosten
      - laufende Kosten/Gebühren für Provider, Domaine(s), Webspaces etc. sowie Wartungskosten
      Personalkosten für Beschäftigte, sofern diese nicht über das Kurzarbeitergeld gedeckt sind (diese Kosten können seit dem 20.4.2020 nicht mehr aus den Bundesmitteln finanziert und somit auch nicht mehr abgerechnet werden).
      - usw.

      Gehälter von Geschäftsführern, Privatentnahmen bzw. die Kompensation von Umsatz- und Honorarausfällen für persönliche Lebenshaltungskosten, Krankenkassenbeiträge etc. fallen nicht darunter. Dafür eröffnet das am 27.03.2020 beschlossene "Sozialschutz-Paket" den Zugang zur Grundsicherung für ein halbes Jahr zu wesentlich erleichterten Bedingungen.

  • Wie belegst du deine Corona-bedingte, existenzbedrohende Wirtschaftslage? Musst du Belege sammeln und diese einreichen?
    • Im Antrag für die Soforthilfe erklärst du deine wirtschaftliche Notlage und versicherst an Eides statt, alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen wahrheitsgetreu gemacht zu haben. Belege oder Unterlagen musst du nicht einreichen. Wie gesagt, wir stecken alle in der Krise, Ehrlichkeit stärkt die Solidarität. Wie oben bereits erwähnt, kann nachträglich geprüft werden. Du solltest dementsprechend in der Lage sein, deinen existenzbedrohlichen Notstand nachträglich glaubhaft machen zu können. Es ist daher ratsam, entsprechende Belege für einen späteren Nachweis aufzuheben (wie z.B. Vertragskündigungen, Email-Kommunikation bzgl. abgesagter Auftritte oder behördliche Anordnungen etc.).

  • Musst du auf die Soforthilfe Steuern zahlen?
    • Der Corona-Zuschuss (Soforthilfe II) aus Bundes- und Landesmitteln (in Berlin ausgezahlt durch die IBB) ist in der Gewinnermittlung als Betriebseinnahme zu erfassen. Bei der Steuerveranlagung für die Einkommen- oder Körperschaftsteuer wird dieser Zuschuss gewinnwirksam berücksichtigt. Dies wirkt sich erst dann aus, wenn die Steuererklärung für 2020 eingereicht werden muss, also frühestens im nächsten Jahr. Nur wenn im Jahr 2020 ein positiver Gewinn erwirtschaftet wurde, wird auf den Zuschuss der individuelle Steuersatz fällig.

  • Wann bekommst du dein Geld?
    • Die IBB ist bemüht, das Geld innerhalb von drei Tagen nach Antragstellung zu überweisen. Es ist aber auch schon von Überweisungen innerhalb weniger Stunden nach erfolgreicher Antragstellung berichtet worden. 

 


 

Soforthilfe IV (Antragsstellungszeitraum 11. bis 15.5.2020)

  • Was ist die Soforthilfe IV und an wen richtet sie sich?
    • Die Soforthilfe IV richtet sich an von der Corona-Krise betroffene Kultur- und Medienunternehmen mit i.d.R. über 10 Beschäftigte. Diese Unternehmen können Zuschüsse bis zu 25.000 EUR zur Überwindung einer existenzbedrohenden Wirtschaftslage beantragen. In begründeten Ausnahmefällen können sogar bis zu 500.000 EUR beantragt werden. Alle weiteren Infos findest du hier.

  • Wie beraten wir, das Beratungszentrum für Kulturförderung und Kreativwirtschaft (Kreativ Kultur Berlin), zur Soforthilfe IV?
    • Wir sind Partner der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und der IBB und unterstützen den Informations- und Beratungsprozess. Wir stehen für Fragen, die über den FAQ-Katalog hinausgehen, über das Kontaktformular der IBB zur Verfügung. Auf der einen Seite beantworten wir dir dazu Fragen zur Antragstellung. Auf der anderen Seite sammeln wir Fragen, die in den FAQ der IBB noch fehlen und leiten sie dann zur fachgerechten Beantwortung weiter - damit sie in die FAQ der IBB mit aufgenommen werden können. Außerdem informieren wir die einzelnen Branchen und Sparten der Kultur- und Kreativwirtschaft über unsere Netzwerke. 

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