Coronahilfen

Was musst du alles wissen? 

An dieser Stelle beantworten wir dir die wichtigsten Fragen zu den Coronahilfen - schnell, einfach, unbürokratisch. Die FAQs werden fortlaufend aktualisiert. Wir weisen darauf hin, dass alle Angaben rechtlich unverbindlich sind.

Aktuelles:
Seit Dezember 2020 schreibt die IBB Corona-Zuschussempfänger der Soforthilfe II an. Die Förderbank bittet die jeweiligen Adressaten um einen Abgleich der von ihnen verbrauchten Mittel mit dem tatsächlichen Bedarf. Hier sind alle wichtigen Infos der IBB zum sogenannten Informationsschreiben zu finden. Die FAQs zu den Prüfungen findest du ganz am Ende der untenstehenden Liste.

Kennst du schon unseren Überblick über sonstige Hilfen und Unterstützungsmaßnahmen, den Umgang mit Fördermitteln und Rechtsfragen? Den bieten wir dir hier

 

Aktuelle Coronahilfen

Anträge für Corona-Soforthilfe können in Berlin bei der IBB gestellt werden. Eine 
Übersicht über alle laufenden und vergangenen Corona-Hilfsprogramme
findet ihr hier.

Die unten stehende Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und berücksichtigt vor allem temporär beantragbare Corona-Soforthilfen, die für Kunst- und Kulturschaffende sowie für Kreativunternehmen relevant sein können.

 

Soforthilfe IV 4.0

Unsere Berater*innen von Kreativ Kultur Berlin beantworten als offizieller Beratungspartner im Rahmen der Soforthilfe IV 4.0 über das IBB Kontaktformular Fragen, die über den FAQ-Katalog der IBB hinausgehen.

Wichtiger Hinweis:
Die Soforthilfe IV 4.0 ist nur nachgelagert über die Überbrückungshilfe III beantragbar. Um Mittel aus der Soforthilfe IV 4.0 beantragen zu können, muss daher zunächst – bis zum 31.03.2021 – durch deinen Steuerberater ein Antrag auf Überbrückungshilfe III des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gestellt werden. Im Anschluss kann die Soforthilfe IV 4.0 über eine Interessenbekundung für den Zuwendungszeitraum März bis Juni 2021 beantragt werden. 

 

  • Was ist die Soforthilfe IV 4.0?
    • Die Soforthilfe IV 4.0 ist ein Zuschussprogramm des Landes Berlin für Kultur- und Medienunternehmen (mit mind. 2 Beschäftigten), die besonders hart von der Corona-Krise betroffenen sind. Der Zuschuss soll den jeweiligen Unternehmen helfen, Betriebskosten und erwerbsmäßige Sach- und Finanzaufwände in den Monaten März bis Juni 2021 sowie seit dem 11. März 2020 aufgelaufene Kosten abzudecken, wenn die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb des Antragstellers voraussichtlich nicht ausreichen, um diese zu decken. Antragstellende müssen alle relevanten durch den Bund und das Land bereitgestellten Hilfsmaßnahmen genutzt haben. Insbesondere die Inanspruchnahme der Überbrückungshilfe III des Bundes ist eine Voraussetzung der Soforthilfe IV 4.0.

  • Wer ist antragsberechtigt?
    • Antragsberechtigt sind von der Corona-Krise betroffene Kultur- und Medienunternehmen (Branchencodes siehe FAQ-Sektion „Welche Arten von Unternehmen und Einrichtungen zählen zur Kultur- und Medienbranche und sind somit antragsberechtigt?“) mit mind. 2 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente), die nicht regelmäßig oder nicht überwiegend öffentlich gefördert werden und ihren Sitz bzw. Betriebsstätten in Berlin haben (und auch bei einem Berliner Finanzamt gemeldet sind).

  • Wer ist nicht antragsberechtigt?
    • Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz über 10 Mio. EUR (2017-2019), sämtliche nicht explizit genannte Branchen (z. B. Galerien, Eventdienstleister, Werbe-, PR- und Digitalagenturen, Hersteller und Verleih von Filmequipment, etc.), sowie Kultur- und Medienunternehmen mit weniger als zwei Beschäftigten.

      Nicht antragsberechtigt sind i.d.R. Theater- und Konzertveranstalter mit folgenden Schwerpunkten:

      • Konzert- und Künstleragentur,
      • Tournee- und Bookingbereich,
      • Künstlermanagement und -vermittlung,
      • Eventveranstalter,
      • Full-Service-Agentur,
      • Messe-,
      • Ausstellungs- und Kongressveranstalter,
      • Erbringung von Dienstleistungen für die darstellende Kunst,
      • Musik-/Plattenlabel,
      • Musikproduktion,
      • Netzwerkaufbau,
      • Marketing,
      • Vertrieb,
      • PR,
      • Promotion.

       

  • Welche Kosten sind förderfähig?
    • Betriebskosten und erwerbsmäßiger Sach- und Finanzaufwand wie z.B.

      • Gewerbliche Miete
      • Pacht
      • Leasingaufwendungen
      • Personalkosten für Beschäftigte inkl. Geschäftsführung, sofern diese nicht über das Kurzarbeitergeld gedeckt sind und im Fall der Geschäftsführung einen bestimmten Betrag nicht überschreiten (siehe FAQ-Sektion "In welcher Höhe können Geschäftsführungsgehälter in der Liquiditätsplanung berücksichtigt werden?")
      • Ein fiktiver Unternehmerlohn in der Höhe von 1.180 Euro pro Monat pro Person für Inhaberinnen und Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften
      • Tilgungsraten betrieblicher Bankkredite
      • Honorarkosten – die Empfehlungen des Landes Berlin für Honoraruntergrenzen, Ausstellungshonorare und Lesehonorare und des Medienboard Berlin-Brandenburg zur Produktion von Kinofilmen (Spiel- und Dokumentarfilm) sind bei Honoraren im Liquiditätsplan zu berücksichtigen

      Investive Maßnahmen können nur gefördert werden, wenn diese bis 30.06.2021 unabdingbar für den Erhalt des Unternehmens sind.

       

  • Wie kann ich einen Antrag stellen?
    • Eine Beantragung der Soforthilfe IV 4.0 ist nur in Kombination mit der Überbrückungshilfe III möglich. Die Liste der Branchen, die im Anschluss an ihren Antrag auf Überbrückungshilfe III die Möglichkeit auf Beantragung der Soforthilfe IV 4.0 erhalten, ist im FAQ der Soforthilfe IV 4.0 zu finden. Sollten Sie für Ihr Unternehmen keinen Antrag auf Überbrückungshilfe III stellen können, beschreiben Sie bitte über das Kontaktformular der IBB die Gründe. Unternehmen der Kultur- und Medienbranche, welche in der Überbrückungshilfe III einen Antrag gestellt haben, werden durch die IBB über die Möglichkeit einer Beantragung der Soforthilfe IV 4.0 informiert. Innerhalb einer gesetzten Frist können Unternehmen ihr Interesse hierfür direkt bekunden. Anschließend werden die Interessenbekundungen auf die Erfüllung der Antragsvoraussetzungen geprüft, insbesondere die kulturelle Relevanz für das Land Berlin. Diese Prüfung erfolgt durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa bei Kulturunternehmen oder die Senatskanzlei bei Medienunternehmen auf Grund ihres pflichtgemäßen Ermessens unter Hinzuziehung fachlicher Expertise. Um vorbereitend deinen Liquiditätsbedarf zu berechnen, fülle bitte die Liquiditätsplanung aus und halte für den weiteren Prozess die in den FAQ aufgeführten Unterlagen bereit.

  • Welche Unterlagen/Angaben benötige ich für die Antragstellung?
    • Für die Unterlageneinreichung halte bitte folgende Informationen und Dokumente bereit:

      • Name, Straße, PLZ, Rechtsform, Gründungsdatum, Registernummer, Steuernummer und Umsatzsteuer-ID des Unternehmens, Name des Finanzamts
      • gültiges Ausweisdokument, Name, Kontaktdaten, Steueridentifikationsnummer des Inhabers / der gesetzlichen Vertretung
      •  Bankverbindung des Unternehmens, die Sie beim Finanzamt angegeben haben
      • Liquiditätsplanung (siehe Downloads / Formular verfügbar ab April)
      • Nachweis des Anfangsbestandes der Liquidität (z.B. Kontoauszüge)
      • Unterlagen von Darlehen zur Liquiditätssicherung, sofern bereits beantragt
      • Gewerbeanmeldung (sofern zutreffend)
      • Jahresabschlüsse der letzten 3 Jahre (ggf. BWA für 2019)
      • aktuelle BWA 2020
      • Erläuterungen zu den betriebswirtschaftlichen Verhältnissen (Formular gibt es nicht mehr! Du kannst solch eine Erläuterung selbstständig als Freitext aufsetzen und als PDF mitschicken.)
      • KMU - Selbsterklärung (siehe Downloads)
      • Höhe bereits beantragter bzw. erhaltener Kleinbeihilfen im Rahmen anderer Corona-Soforthilfen oder Corona-Hilfsprogramme (Bundes- und Landesmittel)
  • Muss ich andere Hilfsprogramme vorrangig zur Soforthilfe IV 4.0 beantragt haben?
    • Ja. Die Soforthilfe IV 4.0 ist nur nachgelagert über die Überbrückungshilfe III beantragbar. Um Mittel aus der Soforthilfe IV 4.0 beantragen zu können, muss daher zunächst – bis 31.03.2021 – durch deinen Steuerberater ein Antrag auf Überbrückungshilfe III des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gestellt werden. Bitte beachte, dass zunächst grundsätzlich Mittel aus den Bundeshilfeprogrammen beantragt und verwendet werden müssen. Sollte sich dein Unternehmen für diese nicht qualifizieren, musst Du zu diesem Sachstand einen Nachweis vorlegen können.

      Die Auszahlungen aus den Bundeshilfen (Überbrückungshilfe II, November-/Dezemberhilfen, Überbrückungshilfe III) werden für die finale Abwicklung fortlaufend mit der Soforthilfe IV 4.0 verrechnet. Bei einem verbleibenden Liquiditätsbedarf soll die Soforthilfe IV 4.0 noch im Förderzeitraum ausbezahlt werden.

       

  • Wo finde ich weitere Informationen?
    • Weitere Informationen zur Soforthilfe IV 4.0 findest du hier, die FAQ findest du hier.
      Weitere Informationen zur Überbrückungshilfe findest du hier, die FAQ findest du hier.
      Eine Liste von Steuerberatern, die im Rahmen der Überbrückungshilfe III neue Mandanten annehmen, findest du hier.

      Hier ist eine Aufnahme von unserer Infosession.

 

Neustarthilfe für Solo-Selbstständige

Anträge für die Neustarthilfe für Solo-Selbständige können vom 16. Februar bis 31. August  2021 gestellt werden.

  • Wer ist antragsberechtigt?
    • Antragsberechtigt sind Soloselbständige, die ansonsten im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen können und die ihr Einkommen im Referenzzeitraum (im Normalfall das Jahr 2019) zu mindestens 51 % aus selbständiger Tätigkeit erzielt haben.

      Die volle Betriebskostenpauschale wird gewährt, wenn der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem sechsmonatigen Referenzumsatz 2019 um mehr als 60 % zurückgegangen ist.

      Im Rahmen der Neustarthilfe können auch Beschäftigte in den Darstellenden Künsten, die überwiegend kurz befristete Beschäftigungsverhältnisse von bis zu 14 zusammenhängenden Wochen ausüben, berücksichtigt werden.
      Auch sogenannte unständig Beschäftigte aller Branchen sowie kurz befristet Beschäftigte in den Darstellenden Künsten können die Neustarthilfe beantragen, sofern sie kein Arbeitslosengeld oder Kurzarbeitergeld beziehen. Damit werden auch nicht fest angestellte Schauspieler*innen und vergleichbare Beschäftigte wirksam unterstützt.

  • Wie hoch ist die Neustarthilfe?
    • Die Betriebskostenpauschale beträgt einmalig 50 % des Referenzumsatzes (Umsatzes des entsprechenden Vorkrisenzeitraums 2019), maximal aber 7.500 Euro. (Es handelt sich um einen steuerbaren Zuschuss)

      Um den Referenzumsatz 2019 zu bestimmen, wird der durchschnittliche monatliche Umsatz des Jahres 2019 zugrunde gelegt (Referenzmonatsumsatz). Der Referenzumsatz ist das Sechsfache dieses Referenzmonatsumsatzes.
      Für Antragstellende, die ihre selbständige Tätigkeit erst ab dem 1. Januar 2019 aufgenommen haben, gelten besondere Regeln.

      Beispiel: Bei einem Umsatz von 20.000 Euro (Durchschnittsumsatz in der Künstlersozialkasse) werden also 5.000 Euro Neustarthilfe gezahlt (50 Prozent des Referenzumsatzes für sechs Monate 2019, 10.000 Euro).

  • Wo wird der Antrag gestellt und wie funktioniert die Auszahlung?
    • Die Abschlagszahlungen und die Antragstellung starten im Monat Februar 2021.

      Die Betriebskostenpauschale wird zu Beginn der Laufzeit als Vorschuss ausgezahlt, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Januar 2021 bis Juni 2021 noch nicht feststehen. Sollte der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit bei über 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen.

      Soloselbstständige, die Neustarthilfe beantragen, können direkt Anträge stellen (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de) und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen.

  • Wo finde ich weitere Informationen zur Neustarthilfe?
    • Fragen zu den Direktanträgen zur Neustarthilfe für Soloselbstständige werden vom BMWI über eine Hotline beantwortet. Der Service-Desk für Soloselbstständige hilft unter folgender Nummer weiter: 030-1200 21034 (Servicezeiten Mo-Fr, 8-18 Uhr).

      Weitere Informationen sowie den Antrag zur Neustarthilfe findest du auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums.  Eine einfache Berechnung der Neustarthilfe ist mit dem ver.di-Rechner (Excel Dokument) möglich.

      Hier ist eine Schritt für Schritt Anleitung für den Antrag.

 

3. Phase der Überbrückungshilfe (Überbrückungshilfe III)

Anträge für die Überbrückungshilfe III können vom 10. Februar bis 31. August  2021 über einen prüfenden Dritten gestellt werden.

  • Was sind die 3 Phasen der Überbrückungshilfe?
    • Die Überbrückungshilfe des Bundes untergliedert sich (bisher) in drei Förderphasen: Phase 1 (Überbrückungshilfe I) lief von Juni bis August 2020; Phase 2 (Überbrückungshilfe II) lief von September bis Dezember 2020. Seit Februar 2021 kann man nun in einer 3. Phase (Überbrückungshilfe III) Zuschüsse des Bundes beantragen; der Förderzeitraum liegt zwischen November 2020 bis Juni 2021.

  • Was ist die Überbrückungshilfe III?
    • Mit der Überbrückungshilfe III werden Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufliche aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro unterstützt, die im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 verzeichnen können. Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte. Die Überbrückungshilfe III ist das Folgeprogramm zur Überbrückungshilfe II.

  • Wer ist antragsberechtigt?
    • Einheitliches Kriterium bei der Antragsberechtigung: Alle Unternehmen mit mehr als 30 Prozent Umsatzeinbruch können die gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten im Rahmen der Überbrückungshilfe III.

  • Wer ist nicht antragsberechtigt?
    • Folgende Unternehmen sind explizit nicht antragsberechtigt (Ausschlusskriterien):

      • Unternehmen, die nicht bei einem deutschen Finanzamt geführt werden,
      • Unternehmen, ohne inländische Betriebsstätte oder Sitz,
      • Unternehmen, die sich bereits zum 31. Dezember 2019 in (wirtschaftlichen) Schwierigkeiten befunden haben (EU-Definition) und diesen Status danach nicht wieder überwunden haben,
      • Unternehmen, die erst nach dem 30. April 2020 gegründet wurden,
      • Öffentliche Unternehmen,
      • Unternehmen mit mehr als 750 Mio. Euro Jahresumsatz im Jahr 2020 und
      • Freiberufler oder Soloselbständige im Nebenerwerb.

      Nähere Infos zu den Ausschlusskriterien finden sich unter Punkt 1.1 der FAQ der Überbrückungshilfe III.

  • Wie hoch ist der Zuschuss der Überbrückungshilfe III?
    • Die Überbrückungshilfe III erstattet einen Anteil in Höhe von

      • bis zu 90 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 %
      • bis zu 60 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 % und ≤ 70 %
      • bis zu 40 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 % und < 50 %

      im Fördermonat im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019.

  • Was ist der Unterschied zur Überbrückungshilfe II?

    • Künftig können auch Kosten für bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- und Umbaumaßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten sowie Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) bis zu 20.000 Euro geltend gemacht werden.

      Für diese Bereiche werden nunmehr auch Kosten berücksichtigt, die außerhalb des Förderzeitraums entstanden sind. Konkret werden entsprechend angemessene Kosten bis zu 20.000 Euro pro Monat bzw. bei Investitionen in Digitalisierung einmalig erstattet, die im Zeitraum März 2020 bis Juni 2021 angefallen sind.

      Es werden Abschreibungen von Wirtschaftsgütern bis zu 50 Prozent als förderfähige Kosten anerkannt. So kann etwa ein Schausteller, der sein Karussell gekauft und per Kredit oder aus dem Eigenkapital finanziert hat, die Hälfte der monatlichen Abschreibung als Kosten ansetzen. Damit wird insbesondere der Schausteller-Branche, aber auch Unternehmen aus dem Veranstaltungsbereich und der Bustouristik geholfen.

      Für verderbliche Ware und für Saisonware der Wintersaison 2020/2021 wird eine Sonderregelung für Einzelhändler eingeführt. Das betrifft zum Beispiel Weihnachtsartikel, Feuerwerkskörper und Winterkleidung. Es betrifft aber auch verderbliche Ware, die unbrauchbar wird, wenn sie nicht verkauft werden konnte. Einzelhändler können unter bestimmten Voraussetzungen ihre Warenabschreibungen bis zu 100 Prozent als Fixkosten zum Ansatz bringen

      Außerdem sind Marketing- und Werbekosten maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahre 2019 förderfähig.

      Für ganz besonders von der Corona-Krise betroffene Branchen werden weitere Kosten anerkannt. Dies betrifft Soloselbstständige, die Reisebranche (Reisebüros und Reiseveranstalter), die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft sowie die Pyrotechnikindustrie.


      Solo-Selbstständige:

      • die bisherige Erstattung von Fixkosten wird um eine einmalige Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe“) ergänzt.

      Soloselbstständige können alternativ zur Fixkostenerstattung für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 eine einmalige Betriebskostenpauschale, die sog.  „Neustarthilfe“, in Höhe von bis zu 50 Prozent des Referenzumsatzes 2019 bis max. 7.500 Euro bekommen (mehr dazu in den obenstehenden Ausführungen zur Neustarthilfe).

      • Die Neustarthilfe muss nicht auf Leistungen der Grundsicherung angerechnet werden.


      Kultur- und Veranstaltungswirtschaft:

      • wenn Veranstaltungen Corona-bedingt ausfallen mussten, können im Rahmen der Überbrückungshilfe III rückwirkend für den Zeitraum März bis Dezember 2020 zusätzlich zu den übrigen förderfähigen Kosten auch ihre Ausfall- und Vorbereitungskosten geltend gemacht werden

           o Dabei sind sowohl interne projektbezogene (v.a. Personalaufwendungen) als auch externe Kosten (etwa Kosten für beauftragte Dritte, z. B. Grafiker) förderfähig.
           o Diese speziellen Kosten der vergangenen Monate werden dabei bis zu 200.000 Euro je Monat der Periode März bis Dezember 2020 nicht auf die sonst gültige Förderhöchstgrenze angerechnet.

      • Es soll darüber hinaus – außerhalb der Überbrückungshilfe III – ein Sonderfonds Kulturveranstaltungen geschaffen werden, der einen Wirtschaftlichkeitsbonus für Coronabedingt niedrig frequentierte Kulturveranstaltungen wie Konzerte, Festivals und Theateraufführungen vorsehen soll.

           o Davon sollen insbesondere auch hybride Kulturveranstaltungen profitieren, die sowohl in Präsenzform als auch online angeboten werden.
           o Im Rahmen des Sonderfonds soll es eine Art Ausfallsicherung für Kulturveranstaltungen geben, die für die Zeit ab Sommer 2021 geplant werden, aber dann später entgegen der Planungen Corona-bedingt doch abgesagt werden müssen.
           o Zu diesem Sonderfonds werden derzeit die Details erarbeitet. Sie werden das im Rahmen des Konjunkturpakets aufgelegte Programm NEUSTART KULTUR ergänzen, mit dem bereits eine Milliarde Euro für den Kulturbereich zur Verfügung gestellt wurde.

  • Sind private Lebenshaltungskosten förderfähig?
    • Nein, Kosten des privaten Lebensunterhalts wie die Miete oder Zinszahlungen für die Privatwohnung (mit Ausnahme von (anteiligen) Kosten für ein Arbeitszimmer, falls dieses 2019 bereits steuerlich geltend gemacht wurde), Krankenversicherungsbeiträge sowie Beiträge zur privaten Altersvorsorge werden nicht durch die Überbrückungshilfe abgedeckt.

      Unternehmerlohn ist nicht förderfähig.

  • Kann ich einen Antrag auf Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe für Solo-Selbständige stellen?
    • Die Neustarthilfe ist ein eigenständiges Programm im Rahmen der 3. Phase der Überbrückungshilfe des Bundes (Überbrückungshilfe III). Daher können Soloselbständige entweder die Neustarthilfe in Anspruch nehmen oder die Erstattung von Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe III. Eine Inanspruchnahme beider Förderungen ist nicht möglich:

      • Soloselbständige, die die Überbrückungshilfe III beantragt oder erhalten haben, sind somit nicht antragsberechtigt für die Neustarthilfe.

      • Soloselbständige, die die Neustarthilfe beantragt oder erhalten haben, können keinen Antrag auf Erstattung von Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe III stellen.

  • Gibt es eine Antragsfrist?
    • Der Antrag kann bis zum 31. August 2021 gestellt werden. Eine Antragstellung ist nur einmal möglich. Änderungsanträge sind hierbei ausgenommen.

  • Wo finde ich weitere Informationen?
    • Hier gibt es weitere Informationen zur Überbrückungshilfe III. Zudem haben am 16.2.2021 Berlin Partner und die IHK Berlin in Zusammenarbeit mit Dr. Michael Knieß (Referatsleiter Regionale Strukturpolitik, Wirtschaftsförderung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe), Matthias Steger (Mitglied im Vorstand der Steuerberaterkammer Brandenburg und des Steuerberaterverbandes Berlin-Brandenburg e.V.) und Eike Schmaida (Chief Digital Officer, Investitionsbank Berlin (IBB) eine digitale Informationsveranstaltung mit anschließender Fragerunde zur Überbrückungshilfe III angeboten, die als Video zur Verfügung steht.

 

Außerordentliche Wirtschafts-Dezemberhilfe

Anträge auf Dezemberhilfe können vom 23. Dezember 2020 bis zum 30. April 2021 gestellt werden.

  • Was ist die außerordentliche Wirtschafts-Dezemberhilfe?
    • Die außerordentliche Wirtschafts-Dezemberhilfe ist ein Zuschussprogramm des Bundes. Von der temporären Schließung betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen sollen pro Woche der Schließung Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im Dezember 2019 gewährt bekommen.

  • Wer ist antragsberechtigt?
    • Grundsätzlich sind Unternehmen aller Größen (auch öffentliche und gemeinnützige), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen antragsberechtigt (mit Ausnahme der unten explizit genannten Ausschlusskriterien), deren wirtschaftliche Tätigkeit vom Corona-bedingten Lockdown im November und Dezember 2020 auf eine der folgenden Weisen betroffen ist:          

      - Direkt Betroffene im Dezember: Unternehmen und Soloselbständige, die aufgrund der auf Grundlage des Beschlusses von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb bereits im November einstellen mussten und auf Grundlage der Beschlüsse von Bund und Ländern vom 25. November 2020 und vom 2. Dezember 2020 auch im Dezember noch von diesen Schließungen betroffen waren. Hiervon nicht umfasst sind regionale Schließungen von Branchen oder Einrichtungen, die nicht in diesen Beschlüssen genannt werden, sowie Schließungen auf Grundlage späterer Beschlüsse (zum Beispiel der Bund-Länder Beschluss vom 13. Dezember 2020).  

      - Indirekt Betroffene: Unternehmen und Soloselbständige, die nachweislich und regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den oben genannten Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

      - Über Dritte Betroffene: Unternehmen und Soloselbständige, die regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen. Diese Antragsteller müssen zweifelsfrei nachweisen, dass sie im November 2020 beziehungsweise im Dezember 2020 wegen der Schließungsverordnungen auf der Grundlage der Ziffern 5 bis 8 des Beschlusses von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020 einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent gegenüber dem Vergleichsumsatz erleiden (für den Dezember in Verbindung mit den Beschlüssen von Bund und Ländern vom 25. November 2020 und 2. Dezember 2020).

  • Wer ist nicht antragsberechtigt?
    • Nicht antragsberechtigt für die Dezemberhilfe sind Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die nicht ihr Gewerbe/ihren Geschäftsbetrieb aufgrund des Beschlusses des Bundes und der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Zudem sind Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die weniger als 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungs-Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen, nicht antragsberechtigt.

  • Wie hoch ist der Zuschuss der Dezemberhilfe?
    • Pro Woche der Schließung werden in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im Dezember 2019 als Zuschuss gewährt. Die maximale Höhe der Abschlagszahlungen ist auf 50.000 EUR angehoben worden. Andere staatliche Leistungen, wie z.B. die Überbrückungshilfe, werden auf die Novemberhilfe angerechnet. Rückzahlbare KfW-Kredite wiederum nicht.

      Soloselbstständige, die im Dezember 2019 keinen Umsatz hatten, können alternativ zum wöchentlichen Umsatz im Dezember 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahr 2019 zugrunde legen.
      Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die nach dem 31. Dezember 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, können als Vergleichsumsatz den Netto-Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Netto-Durchschnittsumsatz (bis zum 31. Oktober 2020) seit Gründung gewählt werden.

  • Wie kann ich einen Antrag für die Dezemberhilfe stellen?
    • Die Antragsstellung ist nur online durch Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigte Buchprüfer*innen oder Rechtsanwält*innen möglich. Anträge können über Website zur Überbrückungshilfe beantragt werden.
      Soloselbstständige können bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 EUR hier selbstständig einen Antrag stellen und benötigen daher keine Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigte Buchprüfer*innen oder Rechtsanwält*innen.

  • Wo finde ich weitere Informationen und Tipps?
    • Weitere Informationen zur November- Dezemberhilfe findest du als FAQ hier.

      Hier die Hotline und das Kontaktformular des BMWi.
      Hier ist eine Anleitung zur Antragsstellung (für Solo-Selbstständige) zu finden.
      Hier ist die November- und Dezemberhilfe im Überblick.

      Hilfreiche Tipps findest du unter den FAQ der VGSD.

 

Außerordentliche Wirtschafts-Novemberhilfe

Anträge für die Novemberhilfe können vom 25. November 2020 bis 30. April 2021 gestellt werden.

  • Was ist die außerordentliche Wirtschafts-Novemberhilfe?
    • Die außerordentliche Wirtschafts-Novemberhilfe ist ein Zuschussprogramm des Bundes und wird ein Finanzvolumen von voraussichtlich ca. 14 Milliarden EUR haben. Von der temporären Schließung betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen sollen pro Woche der Schließung Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt bekommen.

  • Wer ist antragsberechtigt?
    • Die Novemberhilfe des Bundes richtet sich an Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den temporären Schließungen betroffen sind und am 28. Oktober 2020 aufgrund des Beschlusses des Bundes und der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Es sind aber auch Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen antragsberechtigt, die nur indirekt von den Schließungen betroffen sind, aber direkt im November dennoch ihr Gewerbe nicht ausüben können.

  • Wer ist nicht antragsberechtigt?
    • Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die nicht ihr Gewerbe/ihren Geschäftsbetrieb aufgrund des Beschlusses des Bundes und der Länder den Geschäftsbetrieb am 28. Oktober 2020 einstellen mussten. Zudem sind Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die weniger als 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungs-Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen, nicht antragsberechtigt.

  • Wie hoch ist der Zuschuss?
    • Pro Woche der Schließung werden in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 als Zuschuss gewährt. Die Novemberhilfe wird bis zu einer Obergrenze von 1 Millionen EUR gewährt, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU). Andere staatliche Leistungen, wie z.B. die Überbrückungshilfe, werden auf die Novemberhilfe angerechnet. Rückzahlbare KfW-Kredite wiederum nicht.
      Soloselbstständige, die im November 2019 keinen Umsatz hatten, können alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahr 2019 zugrunde legen.
      Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die nach dem 31. Oktober 2019 ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen haben, können als Vergleichsumsatz den durchschnittlichen Wochenumsatz im Oktober 2020 oder den durchschnittlichen Wochenumsatz seit der Gründung angeben.

  • Wie kann ich einen Antrag stellen?
    • Die Antragsstellung ist nur online durch Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigte Buchprüfer*innen oder Rechtsanwält*innen möglich. Anträge können über die Website zur Überbrückungshilfe beantragt werden. Soloselbstständige können bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 EUR selbstständig einen Antrag stellen und benötigen daher keine Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigte Buchprüfer*innen oder Rechtsanwält*innen.

 

Coronahilfen für Start-ups

  • Was ist die Coronahilfe für Start-Ups?
    • Mit der Coronahilfe für Start-Ups unterstützt das Land Berlin junge Unternehmen während der Coronakrise. Insgesamt 140 Mio. Euro stehen für das Programm zur Verfügung; 100 Mio. Euro stammen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und 40 Mio. Euro aus Mitteln der Investitionsbank Berlin (IBB). 

  • Für wen ist das Programm?
    • Antragsberechtigt sind Start-ups und kleine mittelständische Unternehmen in Berlin, die vor dem 11.03.2020 gegründet wurden und sich vor dem 31.12.2019 in keiner finanziellen Notlage befanden. Die Unternehmen dürfen zudem nicht älter als sieben Jahre sein.

  • Wie funktioniert das Programm?
    • Das Programm zahlt jungen Unternehmen bis zu 800.000 Euro Liquiditätshilfen aus. 70 Prozent des Risikos übernimmt der Bund, Berlin trägt 30 Prozent des Risikos. Das Programm bietet verschiedene Finanzierungswege: Die Hilfen können über die IBB Beteiligungsgesellschaft mbH oder über private Risikokapitalgeber (Intermediäre) beantragt werden. Bei beiden Varianten erfolgt die Vergabe offener Beteiligungen, stiller Beteiligungen und Wandeldarlehen, bei denen anfängliche Darlehen erst später in eine Beteiligung umgewandelt werden können. So hat das Startup die Wahl: Das Darlehen kann innerhalb von zwei Jahren zurückgezahlt oder in eine längerfristige Finanzierungspartnerschaft übertragen werden. Die Mittel können zur Stützung bereits bestehender oder neuer Beteiligungen eingesetzt werden. Die Intermediäre erhalten die Refinanzierungsmittel von der IBB zinslos über einen Zeitraum von 10 Jahren. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten sind ab Mitte August geplant. 

 

Digitalprämie

Die Antragstellung erfolgt nach dem Windhundverfahren. Das bedeutet, es können so lange Anträge gestellt werden, bis die 80 Millionen Euro aufgebraucht sind.

  • Was ist die Digitalprämie?
    • Die Digitalprämie ist Wirtschaftsförderprogramm mit einem Gesamtvolumen von 80 Mio. EUR des Landes Berlin, um aktiv den laufenden Digitalisierungsprozess des Berliner Mittelstands zu unterstützen.

  • Wer ist antragsberechtigt?
    • Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten und Betriebssitz bzw. Betriebsstätte in Berlin sowie Berliner Soloselbstständige und Freiberufler im Hauptberuf ohne angestellte Beschäftigte (mit mindestens 26.000 EUR Einkommen / Jahr aus der aktuellen Tätigkeit). Die Gründung muss vor dem 31. Dezember 2019 erfolgt sein.

  • Wer ist nicht antragsberechtigt?
    • Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen die keinen Sitz oder eine Betriebsstätte in Berlin oder mehr als 250 Beschäftigte haben, Soloselbstständige im Nebenberuf und Soloselbstständige, die weniger als 26.000 EUR Einkommen im Jahr aus der aktuellen Tätigkeit erwirtschaften und wenn die Gründung erst nach dem 31. Dezember 2019 erfolgt ist.

  • Wie hoch ist der Zuschuss?
    • Soloselbstständige und kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten können einen Zuschuss bis zu 7.000 EUR erhalten. Kleine und mittlere Unternehmen ab 10 und bis zu 249 Beschäftigten können einen Zuschuss bis zu 17.000 EUR erhalten.

  • Welche Kosten sind förderfähig?
    • Antragstellende erhalten Finanzierungszuschüsse für externe Sachausgaben aus den folgenden Bereichen:
      Digitale Arbeits-, Produktions- und Managementprozesse:
      • Anschaffung eines CAM-Systems
      • Digitales Warenwirtschaftssystem
      • Digitales Kassensystem
      • Betriebsbezogene Internet-of-things-Plattform
      • Digitale Arbeitszeiterfassung
      • Digitale Lohnbuchhaltung
      Einführung oder Verbesserung der IT-Sicherheit:
      • IT-Sicherheitsinfrastruktur
      • Digitale Datenlagerung und -sicherung
      • Digitale Betriebsstättenabsicherung
      • Penetrationstest von IT-Systemen sowie Zertifizierung
      Digitale Beratung und Qualifizierung:
      • Beratende Umsetzungs- und Implementierungsbegleitung
      • Workshop zur Digitalisierung des Geschäftsmodells
      • Fortbildung zur betrieblichen IT-Sicherheit
      • Ausbildung zum Data Scientist
      Die Weiterbildungsanbieter müssen ihre Qualifizierung durch eine Zertifizierung nach der ISO 27001, eine Akkreditierung nach AZAV 18 oder eine Autorisierung im Rahmen des Bundesförderprogrammes "go-digital" nachweisen.

 

Prüfungen der Soforthilfe Corona (Soforthilfe II)

Seit Dezember 2020 schreibt die IBB Zuschussempfänger der Soforthilfe II an. Die Förderbank bittet die jeweiligen Adressaten um einen Abgleich der von ihnen verbrauchten Mittel mit dem tatsächlichen Bedarf. In den untenstehenden FAQs bieten wir dir einen Überblick über die wichtigsten Fragen. Hier findest du überdies alle wichtigen Infos der IBB über die Soforthilfe Corona.

  • Wo findest du eine Übersicht, die sowohl Informationen zum Landeszuschuss als auch zu den Bundesmitteln enthält?
    • Vom 27.03. bis 01.04.2020 (12 Uhr) konnte man über das Soforthilfeprogramm II einen Antrag auf den Landeszuschuss (in Höhe von pauschal 5.000 EUR) sowie auf den Betriebskostenzuschuss aus Bundesmitteln stellen. Seit 06.04.2020 konnten über das Soforthilfeprogramm II lediglich die Bundesmittel beantragt werden.

      Einen Überblick über beide Zuschüsse mit Informationen zu Antragsberechtigung, Antragszeitraum, Antragshöhe und Verwendungsmöglichkeiten der einzelnen Zuschüsse findest du hier.

  • Wofür war das Geld bestimmt?
    • Hier musst du dir zuerst die Frage beantworten: Hast Du den Corona-Zuschuss aus Landes- oder Bundesmitteln beantragt oder hast du sogar beide Zuschüsse erhalten?

      Der Corona-Zuschuss, welcher im Rahmen der Landesmittel ausgezahlt wurde, ist verwendbar für persönliche Lebenshaltungskosten, Unternehmerlohn sowie für laufende Sach- und Finanzaufwendungen.

      Der Corona-Zuschuss, welcher im Rahmen der Bundesmittel ausgezahlt wurde, ist verwendbar für laufende Betriebskosten und erwerbsmäßige Sach- und Finanzaufwendungen wie z.B.:

      • gewerbliche Mieten
      • Leasingaufwendungen
      • geschäftliche Telekommunikationskosten
      • laufende Kosten/Gebühren für Provider, Domaine(s), Webspaces etc. sowie Wartungskosten
      Personalkosten für Beschäftigte, sofern diese nicht über das Kurzarbeitergeld gedeckt sind (diese Kosten können seit dem 20.4.2020 nicht mehr aus den Bundesmitteln finanziert und somit auch nicht mehr abgerechnet werden).
      • usw.

      Gehälter von Geschäftsführern, Privatentnahmen bzw. die Kompensation von Umsatz- und Honorarausfällen für persönliche Lebenshaltungskosten, Krankenkassenbeiträge etc. fallen nicht darunter. Dafür eröffnet das am 27.03.2020 beschlossene "Sozialschutz-Paket" den Zugang zur Grundsicherung zu wesentlich erleichterten Bedingungen.

schließen
schließen