Coronahilfen

Was musst du alles wissen? 

An dieser Stelle beantworten wir dir die wichtigsten Fragen zu den Coronahilfen - schnell, einfach, unbürokratisch. Die FAQs werden fortlaufend aktualisiert. Sobald uns neue Fragen bzw. Problemstellungen bekannt werden, nehmen wir sie in den Fragekatalog mit auf. Wir weisen darauf hin, dass alle Angaben rechtlich unverbindlich sind.

Kennst du schon unseren Überblick über sonstige Soforthilfen, den Umgang mit Fördermitteln und Rechtsfragen? Den bieten wir dir hier

Anträge für Corona-Soforthilfe können in Berlin bei der IBB gestellt werden. Eine 
Übersicht über alle laufenden und vergangenen Corona-Hilfsprogramme findet ihr hier.

Aktuelle Coronahilfen

Aktuell können die Coronahilfen für Start-ups, Soforthilfe Gewerbemiete sowie die Soforthilfe X beantragt werden. Die Antragstellung für die Soforthilfe Gewerbemiete ist vom 17. August bis 16. Oktober 2020 möglich. Die Soforthilfe X kann vom 1. Oktober bis 25. Oktober 2020 beantragt werden.

Coronahilfen für Start-ups

  • Was ist die Coronahilfe für Start-Ups?
    • Mit der Coronahilfe für Start-Ups unterstützt das Land Berlin junge Unternehmen während der Coronakrise. Insgesamt 140 Mio. Euro stehen für das Programm zur Verfügung; 100 Mio. Euro stammen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und 40 Mio. Euro aus Mitteln der Investitionsbank Berlin (IBB). 

  • Wie funktioniert das Programm?
    • Das Programm zahlt jungen Unternehmen bis zu 800.000 Euro Liquiditätshilfen aus. 70 Prozent des Risikos übernimmt der Bund, Berlin trägt 30 Prozent des Risikos. Das Programm bietet verschiedene Finanzierungswege: Die Hilfen können über die IBB Beteiligungsgesellschaft mbH oder über private Risikokapitalgeber (Intermediäre) beantragt werden. Bei beiden Varianten erfolgt die Vergabe offener Beteiligungen, stiller Beteiligungen und Wandeldarlehen, bei denen anfängliche Darlehen erst später in eine Beteiligung umgewandelt werden können. So hat das Startup die Wahl: Das Darlehen kann innerhalb von zwei Jahren zurückgezahlt oder in eine längerfristige Finanzierungspartnerschaft übertragen werden. Die Mittel können zur Stützung bereits bestehender oder neuer Beteiligungen eingesetzt werden. Die Intermediäre erhalten die Refinanzierungsmittel von der IBB zinslos über einen Zeitraum von 10 Jahren. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten sind ab Mitte August geplant. 

Soforthilfe X (Ehrenamt- und Vereinshilfen)

Anträge für die Soforthilfe X können vom 1. Oktober bis zum 25. Oktober 2020 gestellt werden.

  • Was ist die Soforthilfe X?
    • Die Soforthilfe X richtete sich an von der Corona-Krise betroffene gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Vereine und Organisationen. Der Zuschuss soll Verbindlichkeiten abdecken, die zwischen dem 17. März 2020 und 30. September 2020 entstanden sind.

  • Wer ist antragsberechtigt?
    • Antragsberechtigt sind Vereine und Organisationen, die als steuerbegünstigt gelten, mit freiwillig Engagierten zusammenarbeiten, nicht vollkommen institutionell gefördert werden sowie ihren Sitz in Berlin haben. Organisationen und Vereine, die eine Förderung aus dem Rettungsschirm des Berliner Sports (Landessportbund) oder aus der Soforthilfe IV (1.0 und 2.0) des Landes Berlin erhalten haben, sind nicht antragsberechtigt.

  • Wie hoch ist der zu beantragende Zuschuss?
    • Die maximale Fördersumme beträgt in der ersten Phase 20.000 EUR. In der zweiten Phase können Organisationen einen Zuschuss über 20.000 EUR erhalten, sofern nach der ersten Phase noch Mittel zur Verfügung stehen. Insgesamt sind 4,9 Mio. EUR zu vergeben.

  • Welche Kosten sind förderfähig?
    • Mit dem Zuschuss sollen im Berechnungszeitraum (17. März 2020 – 30. September 2020) angefallene laufende Betriebskosten (wie Miet- und Nebenkosten), Personalkosten und sonstige Ausgaben, die nicht storniert oder reduziert werden konnten, gedeckt werden. Investive Maßnahmen können nur gefördert werden, wenn diese bis 30. September 2020 unabdingbar für den Erhalt der Organisation sind.

  • Welche Unterlagen/Angaben benötige ich für die Antragstellung?
    • • Rechtsform, Name, Gründungsdatum, Berliner Anschrift, Website, Registernummer, Steuernummer und ggf. Umsatzsteuer-ID der Organisation
      • Bankverbindung der Organisation, die beim Finanzamt gemeldet ist
      • Anzahl der Beschäftigten (Angabe in Vollzeitäquivalent)
      • Anzahl der ehrenamtlich / freiwillig engagierten Personen (Angabe der Personengesamtzahl)
      • Haupttätigkeitsbereich der Organisation
      • Inhaltliche Kurzbeschreibung der Tätigkeiten der Organisation (2019 und 2020)
      • Kurzbeschreibung der Tätigkeiten der Organisation, die für 2020 geplant waren, aber nicht umgesetzt werden konnten
      • Erklärung zur Rolle des bürgerschaftlichen Engagements in der Organisation (jeweils max. 520 Zeichen)
      • Angabe aller tatsächlichen Ausgaben zwischen 17. März 2020 und 30. September 2020 (zusammengefasst in Überkategorien)
      • Angabe aller tatsächlichen Einnahmen zwischen 17. März 2020 und 30. September 2020 (zusammengefasst in Überkategorien)
      • Anfangsbestand der Liquidität zum 17. März 2020 (inkl. Nachweis z.B. durch Kontoauszüge)
      • Angaben zur gesetzlichen Vertreterin / zum gesetzlichen Vertreter / zu den gesetzlichen Vertretern/innen: gültiges Ausweisdokument, Kontaktdaten, Steueridentifikationsnummer
      • Höhe bereits beantragter bzw. erhaltener Kleinbeihilfen im Rahmen anderer Corona Soforthilfen oder Corona Hilfsprogramme (Bundes- und Landesmittel), u.a. Überbrückungshilfe des Bundes (Bundeswirtschaftsministerium)
      • Dokumente zum Nachweis der Angaben (Zuschussberechnung, Tätigkeitsbericht des Vorjahres (2019), Einnahmen-Ausgaben-Rechnung 2019, Registerauszug (Handelsregister, Genossenschaftsregister, Stiftungsregister oder Vereinsregister) zum Nachweis der Vertretungsberechtigung, Vollständiger Finanzierungsplan für das Jahr 2020 (nach Planung am Jahresanfang), Kopie des Personalausweises oder Reisepasses von gesetzlichem/r Vertreter/in (bei mehreren nur gemeinsam vertretungsberechtigten Personen für jede Person), Satzung, Letzter Freistellungsbescheid des Finanzamts, Nachweis der Liquidität am 17. März 2020 (Anfangsbestand), z.B. durch Kontoauszüge)

 


 

Abgelaufene Coronahilfen

Die Anträge für das Soforthilfeprogramm II (Soforthilfe Corona) waren bis zum 31. Mai 2020, 23:59 Uhr verfügbar. Das Soforthilfeprogramm IV 1.0 wurde am 15. Mai 2020, 18:00 Uhr, eingestellt. Die Antragstellung für das Soforthilfeprogramm IV 2.0 war bis zum 4. September 2020, 18:00 Uhr, möglich. Für das Stipendien-Sonderprogramm konnte man sich bis zum 11. September bewerben. Die 1. Phase der Corona-Überbrückungshilfe konnte vom 10. Juli bis zum 9. Oktober 2020 beantragt werden.

Soforthilfe Corona (früher Soforthilfe II genannt)

  • Wo findest du eine Übersicht die sowohl Informationen zum Landeszuschuss als auch zu den Bundesmitteln enthält?
    • Vom 27.03. bis 01.04.2020 (12 Uhr)  konnte man über das Soforthilfeprogramm II einen Antrag auf den Landeszuschuss (in Höhe von pauschal 5.000 EUR) sowie auf den Betriebskostenzuschuss aus Bundesmitteln stellen. Seit 06.04.2020 konnten über das Soforthilfeprogramm II lediglich die Bundesmittel beantragt werden.

      Einen Überblick über beide Zuschüsse  mit Informationen zu Antragsberechtigung, Antragszeitraum, Antragshöhe und Verwendungsmöglichkeiten der einzelnen Zuschüsse findest du hier.

  • Welche Angaben wurden für die Antragstellung benötigt?
    • Für Unternehmen: Allgemeine Unternehmensdaten: Rechtsform*, Name*, Gründungsdatum*, Website, Registernummer (z.B. Handelsregisternummer), Branche*, Unternehmensanschrift*, Anzahl der Beschäftigten* (Vollzeitäquivalente, exkl. Azubis und 450€-Mitarbeiter)  

      Für Soloselbständige und Freiberufler: Angaben zum Inhaber/gesetzlichen Vertreter: Name*, Kontakt* (Telefon und E-Mail), Steuer-ID*, Personalausweis oder Reisepass* (die letzten fünf Ziffern der Ausweisnummer) 

      Bankverbindung des Unternehmens bzw. der/ des Selbständigen: Kontoinhaber*, Internationale Bankkontonummer (IBAN)* Hier muss ein deutsches Konto angegeben werden!

      * Diese Angaben sind zwingend notwendig.

  • Wer war antragsberechtigt?
    • Im Antrag ist allgemein von Soloselbstständigen und Freiberuflern die Rede. Dazu gehören aber auch Schauspielerinnen, Tänzer, Künstlerinnen, Musiker, Performer, Museumsführerinnen und alle, die mit Kunst und Kultur ihren Lebensunterhalt verdienen. Ihr seid also ausdrücklich antragsberechtigt! Und auch Klein- und Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten bzw. bis zu fünf Beschäftigten (siehe unter „Wie viel Geld bekommst du?“) können einen Antrag stellen.

      Wichtig: Der Firmensitz bzw. die Selbstständigkeit müssen in Berlin gemeldet sein. Die Staatsbürgerschaft ist für den Antrag jedoch irrelevant. 

  • Wer wird als Angestellte bzw. Beschäftigter gezählt?
    • Stichtag für die Berechnung der Mitarbeiterzahl ist der 31.12.2019. Wurde das Unternehmen nach dem 31.12.2019 gegründet, gilt der 11.03.2020 als Stichtag.

      Teilzeitkräfte kann man in Vollzeitkräfte (Vollzeitäquivalente) umrechnen. Auszubildende und Mitarbeiter auf 450-Euro-Basis dürfen ebenfalls mit einberechnet werden. Weitere Informationen zur Berechnung der Vollzeitäquivalente findest du hier unter dem Punkt "Was bedeuten "Beschäftigte in Vollzeitäquivalent"?

      Auch Honorarkräfte zählen nicht als angestellt beschäftigt.

  • Wofür ist das Geld bestimmt?
    • Hier musst du dir zuerst die Frage beantworten: Hast Du den Corona-Zuschuss aus Landes- oder Bundesmitteln beantragt oder hast du evtl. sogar beide Zuschüsse erhalten?

      Der Corona-Zuschuss, welcher im Rahmen der Landesmittel ausgezahlt wurde ist verwendbar für persönliche Lebenshaltungskosten, Unternehmerlohn sowie für laufende Sach- und Finanzaufwendungen.

      Der Corona-Zuschuss, welcher im Rahmen der Bundesmittel ausgezahlt wurde, ist verwendbar für laufende Betriebskosten und erwerbsmäßige Sach- und Finanzaufwendungen wie z.B.:

      • gewerbliche Mieten
      • Leasingaufwendungen
      • geschäftliche Telekommunikationskosten
      • laufende Kosten/Gebühren für Provider, Domaine(s), Webspaces etc. sowie Wartungskosten
      Personalkosten für Beschäftigte, sofern diese nicht über das Kurzarbeitergeld gedeckt sind (diese Kosten können seit dem 20.4.2020 nicht mehr aus den Bundesmitteln finanziert und somit auch nicht mehr abgerechnet werden).
      • usw.

      Gehälter von Geschäftsführern, Privatentnahmen bzw. die Kompensation von Umsatz- und Honorarausfällen für persönliche Lebenshaltungskosten, Krankenkassenbeiträge etc. fallen nicht darunter. Dafür eröffnet das am 27.03.2020 beschlossene "Sozialschutz-Paket" den Zugang zur Grundsicherung für ein halbes Jahr zu wesentlich erleichterten Bedingungen.

  • Wie belegst du deine Corona-bedingte, existenzbedrohende Wirtschaftslage? Musst du Belege sammeln und diese einreichen?
    • Im Antrag für die Soforthilfe erklärst du deine wirtschaftliche Notlage und versicherst an Eides statt, alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen wahrheitsgetreu gemacht zu haben. Belege oder Unterlagen musst du nicht einreichen. Wie gesagt, wir stecken alle in der Krise, Ehrlichkeit stärkt die Solidarität. Wie oben bereits erwähnt, kann nachträglich geprüft werden. Du solltest dementsprechend in der Lage sein, deinen existenzbedrohlichen Notstand nachträglich glaubhaft machen zu können. Es ist daher ratsam, entsprechende Belege für einen späteren Nachweis aufzuheben (wie z.B. Vertragskündigungen, Email-Kommunikation bzgl. abgesagter Auftritte oder behördliche Anordnungen etc.).

  • Musst du auf die Soforthilfe Steuern zahlen?
    • Der Corona-Zuschuss (Soforthilfe II) aus Bundes- und Landesmitteln (in Berlin ausgezahlt durch die IBB) ist in der Gewinnermittlung als Betriebseinnahme zu erfassen. Bei der Steuerveranlagung für die Einkommen- oder Körperschaftsteuer wird dieser Zuschuss gewinnwirksam berücksichtigt. Dies wirkt sich erst dann aus, wenn die Steuererklärung für 2020 eingereicht werden muss, also frühestens im nächsten Jahr. Nur wenn im Jahr 2020 ein positiver Gewinn erwirtschaftet wurde, wird auf den Zuschuss der individuelle Steuersatz fällig.

Soforthilfe IV 1.0

Anträge für die Soforthilfe IV 1.0 konnten vom 11. Mai bis 15. Mai 2020 gestellt werden.

  • Was ist die Soforthilfe IV und an wen richtet sie sich?
    • Die Soforthilfe IV richtet sich an von der Corona-Krise betroffene Kultur- und Medienunternehmen mit i.d.R. über 10 Beschäftigten. Diese Unternehmen können Zuschüsse bis zu 25.000 EUR zur Überwindung einer existenzbedrohenden Wirtschaftslage beantragen. In begründeten Ausnahmefällen können sogar bis zu 500.000 EUR beantragt werden. Alle weiteren Infos findest du hier.

  • Welche Unterlagen benötige ich für einen Antrag?
    • • für deutsche Staatsbürger*innen: Scan jeweils der Vorderseite und der Rückseite des Personalausweises ODER Scan des Passes und der Meldebestätigung des Einwohnermeldeamtes (Anmeldung bis 11.03.2020)
      • für EU-Bürger*innen: Scan des Ausweisdokumentes oder Passes UND Scan der Meldebestätigung des Einwohnermeldeamtes (Anmeldung bis 11.03.2020)
      • für Nicht-EU-Bürger*innen: Scan des Passes UND Scan des Aufenthaltstitels oder der Bescheinigung über das Aufenthaltsrecht UND Scan der Meldebestätigung des Einwohnermeldeamtes (Anmeldung bis 11.03.2020)
      • künstlerisches Portfolio
      • tabellarischer Lebenslauf
      • für KSK-Versicherte: Scan der KSK-Mitgliedsbescheinigung ODER jährliche Beitragsabrechnung 2019 UND in jedem Fall Scan eines Kontoauszugs, aus dem eine Beitragszahlung für die Monate März oder April an die KSK ersichtlich ist ODER ein Stundungsbescheid
      • Ggf. Scan jeweils der Vorderseite und der Rückseite des Schwerbehindertenausweises

  • Wie beraten wir, das Beratungszentrum für Kulturförderung und Kreativwirtschaft (Kreativ Kultur Berlin), zur Soforthilfe IV?
    • Wir sind Partner der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und der IBB und unterstützen den Informations- und Beratungsprozess. Wir stehen für Fragen, die über den FAQ-Katalog hinausgehen, über das Kontaktformular der IBB zur Verfügung. Auf der einen Seite beantworten wir dir dazu Fragen zur Antragstellung. Auf der anderen Seite sammeln wir Fragen, die in den FAQ der IBB noch fehlen und leiten sie dann zur fachgerechten Beantwortung weiter - damit sie in die FAQ der IBB mit aufgenommen werden können. Außerdem informieren wir die einzelnen Branchen und Sparten der Kultur- und Kreativwirtschaft über unsere Netzwerke. 

Soforthilfe IV 2.0

Anträge für die Soforthilfe IV 2.0 konnten vom 31. August bis 4. September 2020 gestellt werden.
Im Rahmen des neuen Soforthilfepakets IV 2.0 ist Kreativ Kultur Berlin offizieller Beratungspartner der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei sowie der Investitionsbank Berlin und beantwortet über das IBB Kontaktformular Fragen (auch nach der Antragsfrist, 4. September), die über den FAQ-Katalog der IBB hinausgehen.

  • Wie hoch ist der zu beantragende Zuschuss?
    • Die Unternehmen können Zuschüsse bis zu 25.000 EUR zur Überwindung einer existenzbedrohenden Wirtschaftslage beantragen. In begründeten Ausnahmefällen können sogar bis zu 500.000 (Maximalbetrag) EUR beantragt werden.
      Alle weiteren Infos findest du hier

  • Welche Unterlagen/Angaben benötige ich für die Antragstellung?
    • • Anzahl der Beschäftigten in Vollzeitäquivalent
      • Branche des Unternehmens / der Einrichtung
      • Rechtsform, Name, Gründungsdatum, Website, Registernummer, Steuernummer und Umsatzsteuer-ID des Unternehmens / der Einrichtung
      • Inhaltliche Kurzbeschreibung und Erklärung zur kulturellen Relevanz des Unternehmens / der Einrichtung (jeweils max. 510 Zeichen)
      • Folgende Umsatzzahlen: durchschnittlicher Jahresumsatz 2017 – 2019, Jahresumsatz 2019, Monatsumsätze Mai, Juni und Juli 2020
      • Anschrift des Unternehmens bzw. der Berliner Betriebsstätte
      • Bankverbindung des Unternehmens, die beim Finanzamt gemeldet ist
      • Angaben zum Inhaber / gesetzlichen Vertreter: Gültiges Ausweisdokument, Name, Kontaktdaten, Steueridentifikationsnummer, E-Mail-Adresse, Telefonnummer
      • Liquiditätsplanung über die kommenden drei Monate (bis 30.11.2020 ausgehend vom Anfangsbestand der Liquidität) inkl. Personalkosten
      • Höhe bereits beantragter bzw. erhaltener Kleinbeihilfen im Rahmen anderer Corona-Soforthilfen oder Corona Hilfsprogrammen (Bundes- und Landesmittel)

Stipendien-Sonderprogramm der Senatsverwaltung Kultur und Europa

Für das Stipendien-Sonderprogramm konnte man sich vom 31. August bis 11. September 2020 bewerben.

  • Was wird gefördert und wie hoch ist die Förderung?
    • Die Förderung soll der künstlerischen und kuratorischen Praxis und Entwicklung dienen. Hierfür wird ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Festbetrag von 9.000 EUR als Stipendium ausgezahlt. Bei Bewerber*innen mit Beeinträchtigung kann ab einem GdB ab 50% eine Aufstockung des Stipendiums für Assistenzkosten/Accesskosten um monatlich bis zu 800 EUR bewilligt werden.

  • Wie und wo stelle ich einen Antrag?
    • Anträge konnten vom 31. August, 12:00 Uhr, bis 11. September, 18:00 Uhr, ausschließlich online über das Antragsformular auf der Website von Kulturprojekte Berlin GmbH gestellt werden. Nach der Antragsstellung wird mit der Eingangsbestätigung des Antrags per E-Mail eine Einverständniserklärung zugeschickt, die ausgefüllt und unterschrieben bis zum 16. September, 19:00 Uhr, im Original bei der Kulturprojekte Berlin GmbH persönlich an der Pforte werktags zwischen 8:00 und 19:00 Uhr abzugeben oder auf dem Postweg einzureichen ist.
      Die Postanschrift lautet:
      Kulturprojekte Berlin GmbH
      Stichwort: Stipendium
      Klosterstraße 68
      10179 Berlin-Mitte

  • Wo finde ich Hilfe bei der Antragstellung?
    • Zur Beantwortung von speziellen Fragen, die nicht mithilfe des FAQ-Katalogs beantwortet werden können, kannst du dich an die Hotline 030/24 749 800 (Montag bis Freitag, 25.08. – 11.09.2020, von 9 bis 18 Uhr) oder per E-Mail stipendium@kulturprojekte.berlin an das Serviceteam wenden.

Corona-Überbrückungshilfe

Die Antragstellung für die Corona-Überbrückungshilfe ist vom 10. Juli bis 9. Oktober 2020 möglich.

  • Was ist die Überbrückungshilfe?
    • Die Überbrückungshilfe ist ein Zuschussprogramm von Bund und Ländern mit einem Gesamtvolumen von 25 Mrd. Euro. Das Programm richtet sich an Unternehmen aller Branchen und hilft, coronabedingte Umsatzeinbrüche abzumildern. Die Antragstellung läuft vom 10. Juli bis 9. Oktober 2020.

  • Wer ist antragsberechtigt?
    • Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen, Soloselbstständige, Selbstständige der Freien Berufe im Haupterwerb sowie gemeinnützige Organisationen, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind. Zudem setzt das Programm einen Umsatzeinbruch in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber den gleichen Monaten des Vorjahres voraus. Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. Juni 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, werden die Umsatzeinbrüche mit den Monaten Dezember 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich herangezogen.

  • Wer ist nicht antragsberechtigt?
    • Nicht antragsberechtigt ist, wer

      • nicht bei einem deutschen Finanzamt gemeldet ist.
      • keine inländische Betriebsstätte hat.
      • sich zum 31. Dezember 2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden hat.
      • nach dem 31. Oktober 2019 gegründet wurde.
      • ein öffentliches Unternehmen ist.
      • Zugang zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds hat.
      • Freiberufler im Nebenerwerb ist.
      • einen Jahresumsatz von mind. 750 Mio. Euro hat.

  • Wie hoch ist der zu beantragende Zuschuss?
    • Die Überbrückungshilfe kann für max. drei Monate (Juni, Juli, August) ausgezahlt werden. Die genaue Fördersumme wird mit Hilfe der Umsatzeinbrüche der Monate April, Mai 2019 wie folgt berechnet:

      • Bei Umsatzeinbruch über 70 Prozent: Erstattung von 80 Prozent der förderfähigen Fixkosten.
      • Bei Umsatzeinbruch zwischen 70 und 50 Prozent: Erstattung von 50 Prozent der förderfähigen Fixkosten
      • Bei Umsatzeinbrüchen zwischen 40 und 50 Prozent: Erstattung von 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten.

      Die Berechnung erfolgt für jeden Monat einzeln. Pro Monat beträgt die maximale Fördersumme für Unternehmen 50.000 Euro, 3.000 Euro für Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten und 5.000 Euro für Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten.

  • Welche Kosten sind förderfähig?
    • Zu den förderfähigen Kosten zählen unter anderem:

      1. Gewerbliche Mieten und Pachten sowie häusliche Arbeitsräume, wenn diese bereits 2019 steuerlich abgesetzt wurden.
      2. Betriebliche Mietkosten für Fahrzeuge und Maschinen
      3. Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen (keine Tilgungsraten)
      4. Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
      5. Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten und geleasten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV
      6. Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen
      7. Grundsteuern
      8. Betriebliche Lizenzgebühren
      9. Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben
      10. Kosten für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen.
      11. Kosten für Auszubildende
      12. Personalaufwendungen [Hinweis: Personalaufwendungen werden pauschal mit 10 Prozent der Fixkosten der Nummer 1 bis 10 dieser Tabelle berücksichtigt]
      13. Zurückgezahlte bzw. ausgebliebene Provisionen für Reisebüros oder Margen für Reiseveranstalter für Pauschalreisen, die
      • vor dem 18. März 2020 gebucht,
      • seit dem 18. März 2020 im Zusammenhang mit Corona-bedingten Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes bzw. innerdeutschen Reiseverboten oder temporären Grenzschließungen storniert (Rücktritt vom Reisevertrag) und
      • die bis zum 31. August 2020 von den Reisenden angetreten worden wären.

  • Sind private Lebenshaltungskosten förderfähig?
    • Nein, private Kosten wie Miete, Krankenversicherung oder Unternehmerlohn sind nicht förderfähig. Für diese Kosten gibt es bis zum 31. Dezember 2020 einen vereinfachten Zugang zur Grundsicherung.

  • Wie kann ich einen Antrag stellen?
    • Der Antrag kann ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder zugelassene Buchprüfer online gestellt werden. Dieser kalkuliert den Umsatzeinbruch vor der Antragstellung und nimmt im Nachgang eine Schlussabrechnung der tatsächlichen Umsatzeinbrüche vor. Die Antragsfrist endet am 9. Oktober 2020 und die Auszahlungsfrist am 30. November 2020. Der Antrag kann nur einmalig gestellt werden. Hier geht es zur Antragstellung.

Soforthilfe Gewerbemiete

Die Antragstellung der Soforthilfe Gewerbemiete ist vom 17. August bis 16. Oktober 2020 möglich.

  • Was ist die Soforthilfe Gewerbemiete?
    • Die Soforthilfe Gewerbemiete soll 50 % der gewerblichen Mieten bzw. Pachten für die Monate April und Mai 2020 von Berliner Unternehmen des Mittelstandes mit über 10 und bis zu 249 Beschäftigten decken.

  • Wer ist antragsberechtigt?
    • Unternehmen des Berliner Mittelstands mit über 10 und bis zu 249 Beschäftigten, die in den Monaten April und Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahr (April und Mai 2019) einen Umsatzrückgang in Höhe von mindestens 60% zu verzeichnen hatten und deren Hauptsitz bzw. Betriebsstätte bei einem Berliner Finanzamt gemeldet ist.

  • Wie hoch ist der zu beantragende Zuschuss?
    • Der Zuschuss beläuft sich auf 50 % der gezahlten Gewerbemieten/-pachten für die Monate April und Mai 2020. Pro Miet-/Pachtprojekt pro Unternehmen jedoch maximal 10.000 EUR, bei Unternehmen mit mehreren Miet-/Pachtobjekten max. 10.000 EUR pro Miet-/Pachtobjekt, jedoch insgesamt maximal 30.000 EUR.

  • Welche Unterlagen/Angaben benötige ich für die Antragstellung?
    • • Rechtsform, Name, Gründungsdatum, Website, Registernummer, Steuernummer und Umsatzsteuer-ID des Unternehmens
      • Anschrift des Unternehmens bzw. der Berliner oder Deutschen
      • NiederlassungBankverbindung des Unternehmens, die beim Finanzamt gemeldet ist
      • Branchenschlüssel des Unternehmens (nach WZ 2008)
      • Anzahl der Beschäftigten in Vollzeitäquivalent des antragstellenden Unternehmens/ des Unternehmensverbunds
      • Umsatzzahlen aus April und Mai 2019 sowie April und Mai 2020 (Sofern das Unternehmen nach dem 01. April 2019 gegründet wurde, sind die Umsatzangaben für die Monate November und Dezember 2019 erforderlich.)
      • monatliche Miete/Pacht inkl. Betriebs- und Nebenkosten im April und Mai 2020 differenziert nach Mietobjekten
      • Angaben zum Inhaber bzw. gesetzlicher Vertreter (gültiges Ausweisdokument, Kontaktdaten, Steueridentifikationsnummer)
      • Höhe bereits beantragter bzw. erhaltener Kleinbeihilfen

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