Blog

"Nachgefragt" bei Florian Unruh | VocalCenter.Berlin

"Nachgefragt" bei Florian Unruh | VocalCenter.Berlin
Foto: Florian Unruh

"Nachgefragt" ist das neue kleine Interviewformat der Kreativwirtschaftsberatung Berlin. Wir lassen ab sofort Akteure zu Wort kommen, die unsere Beratung besucht haben und fragen, welchen Weg sie im Anschluss gegangen sind. Mit den Interviews holen wir uns Feedback und geben Einblick.
 

Kreativwirtschaftsberatung Berlin: Hallo Florian, stell dich doch bitte kurz vor.

Florian Unruh: Ich bin Florian Unruh, 26, ausgebildeter Vocalcoach, Stimmtherapeut und Gründer vom VocalCenter.Berlin. Das heißt, ich coache SängerInnen, bereite auf Aufnahmen vor, gehe mit ins Studio, trainiere KünstlerInnen für Touren und begleite sie dabei.

KWB: Wie hast du angefangen?

Florian Unruh: Als selbstständiger Gesangslehrer und Coach hatte ich noch kein Alleinstellungsmerkmal, auch kein Konzept und war zunächst auf Mundpropaganda angewiesen. Als ich nach meinem Studium in den Niederlanden nach Berlin zog, bildete ich mich zunächst weiter und konnte mir viele Fachkenntnisse aneignen. Im Grunde hatte ich aber wenig Überblick über die Musikszene. In der Beratung mit Melanie kamen mir gleich mehrere Ideen, von denen letztlich die des „Stimm-Notarztes für Touren“ und die der zwei Trainingspakete herausstachen.

KWB: Die Beratung mit Melanie war im Mai 2016. Mit welchen Fragen bist du damals gekommen?

Florian Unruh: Ich hatte mich bereits zum Thema Selbstständigkeit und PR Basics informiert. Außerdem begann ich, eine Vision zu entwickeln, wo ich in ein paar Jahren hin will - nämlich auf Tour und ins Studio mit Künstlern! Und der Beratungsbedarf bestand vor allem darin, dass ich mich selbst aus der Reserve locken wollte und meine Angebote auch mal von außen betrachten ließ. Was könnte für welche Zielgruppe interessant sein? Wo besteht Bedarf? Was sind meine wichtigsten Kontakte und wer mögliche Kooperationspartner? Irgendwann hatte ich „B“ als Ziel besser formuliert und bekam durch das Brainstorming zahlreiche Ideen, wie ich von „A“ dort hinkomme.

KWB: Und konnten wir dir helfen?

Florian Unruh: Das Beste an der Beratung war die Vielschichtigkeit. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass es nur eine Antwort auf meine Fragen gab oder nur eine einzige How-to-Strategie. Auf der einen Seite war das natürlich frustrierend, weil einfache Lösungen immer vieles vereinfachen. Auf der anderen Seite aktivierte das meine Synapsen, wie ich Dinge künftig angehen kann. Jetzt habe ich zwar eine lange o-do, aber auch die Sicherheit, viele kleine Chancen besser sortieren zu können, um schrittweise voranzukommen. Die Beratung hat mich sensibilisiert, Möglichkeiten zu erkennen und mich ermutigt, in den Pool der Optionen einzutauchen.

Visitenkarte in Büropflanze by Florian Unruh

KWB: Florian, was steht heute auf deiner Visitenkarte?

Florian Unruh: Auf der Vorderseite meiner Visitenkarte sieht man mein Profil und in Neonschrift „Studio“ und „Tour“. Das sind meine zwei Package-Optionen. Ansonsten stehen dort der Name meines Unternehmens und meine Kontaktdaten. Wenn ich mich aber irgendwo vorstelle, bezeichne ich mich als Gründer des VocalCenter.Berlins.

Erfolg würde für mich bedeuten, dass ich sagen kann „ich habe SängerInnen mit Stimmproblemen dabei geholfen, ihre Karriere voranzubringen“ oder „ich habe das Bewusstsein für guten Gesang im Pop wieder gestärkt“

KWB: Auf einer Skala von 1 bis “Woohoo”: Als wie erfolgreich würdest du dein Projekt/Business/Produkt beschreiben?

Florian Unruh: Ein vorsichtiges „Woohoo“. Vorsichtig, nicht weil es schlecht laufen würde, sondern weil ich sehr sehr deutsch bin; ich kann den Tag nicht vorm Abend loben ­- haha. Erfolg würde für mich bedeuten, dass ich sagen kann, „ich habe SängerInnen mit Stimmproblemen dabei geholfen, ihre Karriere voranzubringen“ oder „ich habe das Bewusstsein für guten Gesang im Pop wieder gestärkt“. Wenn ich mit KünstlerInnen zusammenarbeite und sehe, wie sich das Training auszahlt, wie sie eine geile Live- oder Studio-Performance hinlegen, dann bin ich stolz. Zur Zeit brüte ich am offiziellen Opening Event, bei dem ich mit Professionals, Freunden und Kollegen aus der Musikszene die „Stimme im Pop“ feiern möchte.

KWB: Wo willst du noch hin?

Florian Unruh: In ein paar Jahren möchte ich gerne mit Major Labels zusammenarbeiten und größere Künstler betreuen. In einem solchen Rahmen kann ich was bewirken. Ich kann direkt auf die Qualität von Popmusik Einfluss nehmen. Meine Mission ist, bei Labels, Managern und Bookern wieder das Verständnis dafür zu stärken, dass alles Marketing und alle Promotion der Welt nichts nützt, wenn KünstlerInnen auf der Bühne versagen. Außerdem will ich in den nächsten Jahren eine dauerhafte Location für das VocalCenter.Berlin finden und mich als Go-to-Coach etablieren.
 

Weitere Infos über Florian Unruh und sein Unternehmen: vocalcenter.berlin

VocalCenter.Berlin Opening Event auf Facebook

Das Interview wurde geführt von Peter Kessel | Kreativwirtschaftsberatung Berlin

RSS
schließen
schließen