Freiheit

In meiner diesjährigen künstlerischen Arbeit habe ich mich mit dem Thema Freiheit beschäftigt. In meinen Arbeiten habe ich mit Sinnbildern von Freiheit gearbeitet, wie schneebedeckte Berge, unendliche Weite, paradiesische Landschaften, Schwerelosigkeit, volle, knallige und saftige Farben. Meine Arbeiten zeigen den Moment, in dem eine neue Freiheit erreicht wird, da eine zuvor bestandene Gebundenheit, überwunden wurde.

In meinem Bild, in dem ein Fisch in der Luft über die Felder fliegen kann wie ein Vogel, habe ich mich mit der Gebundenheit an unseren Lebensraum, an unsere natürliche, lebensnotwendige Atmosphäre, beschäftigt.
Vögel und Fische haben vom Prinzip viele Gemeinsamkeiten. Sie können sich horizontal, wie vertikal fortbewegen, sie sind schwerelos, leben meistens in Schwärmen und sind umgeben von Bergen, Tälern und einer vielfältigen Vegetation. Was ihre Lebensbereiche jedoch vollkommen von einander trennt, ist die unterschiedliche Lebensatmosphäre. Beide Tiere sind nicht in der Lage, in der Atmosphäre des anderen zu überleben.
In jenem Bild stelle ich somit den absoluten Moment der Freiheit des Fisches dar!
Den Augenblick, in dem der Fisch seine größte, ja lebensnotwendige Gebundenheit, die an seine natürliche Atmosphäre, überwindet.
Damit überwindet der Fisch nicht nur seine Gebundenheit an das Wasser, sondern er überwindet seinen eigenen Tod. Vielleicht ist dies das Besondere und Geheimnisvolle, was die Freiheit in sich trägt. So wie das Leben unweigerlich im Tod endet, impliziert die Freiheit in unserem Leben immer eine Gebundenheit!

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