IDZ Internationales Design Zentrum Berlin

IDZ Internationales Design Zentrum Berlin

"Design darf nicht nur eine tote, ästhetische Hülle sein"

"Design darf nicht nur eine tote, ästhetische Hülle sein"
Foto: @ Bartmann

bartmann berlin desig​nen Möbel und Einrichtungsgegenstände - geprägt von handwerklicher Tradition und einer zeitlosen, funktionalen Formsprache. Sie sind Teil der Biennale INTERIEUR (14. – 23.10.2016) in Kortrijk, Belgien, auf der das IDZ unter dem Titel "Berliner Zimmer" ausgewählte Designer und Produktlabels präsentiert. Wir haben mit Robert Zeise, Sebastian Kunath und Lasse Schnack über ihre Erwartungen an die Veranstaltung und das "Berliner Zimmer" gesprochen.


IDZ: Was war die Inspiration für Eure Produkte? Wie entstand die Idee?

bartmann berlin: Oft ist die Produktentwicklung bei bartmann berlin mit einem konkreten Bedarf verbunden. Bei UNIDORM lag die Herausforderung darin, verschiedenste Materialien harmonisch zu kombinieren und dem Bett eine selbstverständliche, simple Eleganz zu geben. NEON wiederum schafft spielerisch in Farb- und Formgebung Ordnung auf dem Schreibtisch.

IDZ:Wie lässt sich Euer Stil beschreiben?

bartmann berlin: Wir verfolgen eine reduzierte, zeitgenössische Formsprache und verbinden diese mit handwerklicher Tradition und Herstellung. Dabei arbeiten wir auch gern mit externen Designern zusammen, deren Entwürfe mit diesem Anspruch vereinbar sind. Moderne Fertigungsmethoden und die Auswahl von hochwertigen Materialien sind für uns selbstverständlich.

Der Begriff "Design" ist mittlerweile relativ beliebig geworden

IDZ:Was verbindest Du mit dem Berliner Zimmer?

bartmann berlin: Als Berliner Unternehmen begleiten uns Berliner Zimmer seit frühester Kindheit bis in die aktuelle Gegenwart: unser Büro befindet sich in einem klassischen Berliner Zimmer! 

IDZ:In welchem Teil des Berliner Zimmers einer Berliner Wohnung siehst Du Dein Produkt? Wo würdest Du Dein Produkt platzieren und warum?

bartmann berlin: Bedingt durch seine ruhige, etwas dunkle Lage und oftmals ein Fenster hofseitig wird das Berliner Zimmer heute oft als Schlafzimmer genutzt. Früher oft Wohn- und Empfangszimmer entspricht das heute eher einer modernen Vorstellung des Wohnens. UNIDORM passt dafür perfekt.

Design ist genauso wichtig wie gutes Essen oder Fußball. Im Ernst: es geht bei Design immer auch um Genuss und das ist auch gut so

IDZ:Was erwartest Du von der Biennale Interieur?

bartmann berlin: Im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung erwarten wir uns einerseits den Austausch und das Gespräch mit den Teilnehmern als auch Feedback vom BeNeLux-Markt, das wir als solches bisher noch nicht hatten. Des Weiteren hoffen wir natürlich, nicht nur auf uns als Brand sondern auch auf Berlin als sich entwickelnde Design-Metropole aufmerksam machen zu können.

IDZ:Wie wichtig ist Design für die Gesellschaft?

bartmann berlin: Genauso wichtig wie gutes Essen oder Fußball. Im Ernst: es geht bei Design immer auch um Genuss und das ist auch gut so. Die Frage sollte eher heißen »Wie wichtig ist gutes Design?«. Zumal »Design« als Begriff selbst mittlerweile relativ beliebig geworden ist...

IDZ:Wann beeindruckt Dich Design?

bartmann berlin: Wenn Design nicht nur tote, ästhetische Hülle ist. Wichtig ist ein Konzept oder eine clevere Idee. Dabei sollte das Design intuitiv sein, mit dem Nutzer kommunizieren. Oft ist es der Blick hinter einen Entwurf, der uns längerfristig beeindruckt.


Hier geht's zur englischen Version des Interviews.

Mehr Informationen: bartmann berlin

RSS
0Zu Favoriten hinzufügen
schließen
schließen