Latinale, Das mobile lateinamerikanische Poesiefestival

Latinale

Das mobile lateinamerikanische Poesiefestival

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Kontaktdaten

Latinale

Adresse
Rosenstr. 18
PLZ, Ort
10178 Berlin
Land
Deutschland
Telefon
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Beschreibung

LATINALE – DAS MOBILE LATEINAMERIKANISCHES POESIEFESTIVAL wurde 2005 von Rike Bolte (Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin, Autorin) und Timo Berger (Journalist, Übersetzer, Autor) ins Leben gerufen und feierte seine Eröffnung 2006 im Instituto Cervantes Berlin, um seither jährlich unter der Koordination des spanischen Kulturinstituts stattzufinden. Die Latinale hat sich mit den Jahren zu einem der wichtigsten europäischen Plattformen für die zeitgenössische lateinamerikanische Literatur entwickelt.
Wie funktioniert dieses Festival? Das Team der Latinale setzt sich zusammen aus Studierenden und Kulturschaffenden, die im Universitäts-, Forschungs-, Übersetzungs-, Kulturveranstaltungs- und Verlagsbereich tätig sind. Die KuratorInnen Rike Bolte und Timo Berger scouten Dichterinnen und Dichter auf den Festivals in Lateinamerika, treffen die Auswahl für die jeweiligen Gäste einer Ausgabe mit ihren bestimmten thematischen und/oder ästhetischen Schwerpunkten, koordinieren die Übersetzungarbeit und die einzelnen Veranstaltungen. Das Instituto Cervantes, unterstützt von vielen leidenschaftlichen Assistent*innen, kümmert sich um die gesamte Organisation des Festivals und um die Zusammenarbeit mit den Partnerinstitutionen: das Ibero-Amerikanische Institut, die lateinamerikanischen Botschaften, die Universitäten, Stadtbibliotheken und Literatur- und andere Veranstaltungsorte.

Die Latinale hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, der lateinamerikanischen Poesie in Berlin, Deutschland und Europa zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen. Erste Auftritte in Deutschland hatten hier Mayra Santos-Febres (Puerto Rico), Julián Herbert (Mexico), Frank Báez (Dominikanische Republik), Fabián Casas (Argentinien), Angélica Freitas (Brasilien), Domingo de Ramos (Peru) oder Elvira Hernández (Chile). Für viele Gäste bedeutet die Latinale den Startschuss für weitere Festivalseinladungen, Übersetzungen, Stipendien. Als Beispiele mögen die Berliner Künstlerprogramms des DAAD für Luis Chaves aus Costa Rica (2015) oder den argentinischen Autor Sergio Raimondi (2018) sowie die Teilnahme von Yanko González aus Chile bei der digitalen Eröffnungsveranstaltung Weltklang des Berliner Poesiefestivals 2020 gelten.
Die Latinale setzt auf verschiedene Formate: formellere und informellere Lesungen, Interventionen im öffentlichen Raum, akademische Kolloquien (zum Beispiel ein Podiumsgespräch zwischen GrenzforscherInnen und DicherInnen 2019 zum 20. Jahrestages des Mauerfalls), Übersetzungsworkshops, Poesieworkshops mit SchülerInnen (Nachhaltigkeit, die Arbeit mit der jüngeren Generation ist ein wesentliches Ziel), Begegnungen (auf der Bühne und beim gemeinsamen Ausflug wie etwa dem Besuch der deutsch-polnischen Grenze in Frankfurt/Oder) mit deutschen beziehungsweise in Berlin lebenden SchriftstellerInnen und Veröffentlichungen (zweisprachige Kataloge, Kartonbücher, CDs, digitale Animationen. Zu den deutschen Autorinnen und Autoren, die an der Latinale bislang teilgenommen haben, gehören u.a. Monika Rinck, Björn Kuhligk, Uljana Wolf, Jan Wagner, Adrian Kasnitz, Tom Schulz und Ann Cotten. Im Jahr 2020 kommt das digitale Format von Lesungen im Livestream aus den verschiedensten Ländern mit einem weltweiten Publikum hinzu.
Die Arbeit der Übersetzer*innen steht bei diesem Festival im Fokus, denn für viele Autor*innen bedeutet es die erstmalige Übersetzung ins Deutsche oder überhaupt in eine andere Sprache.

Berlin ist das Herz der Latinale. Von hier aus geht es jedes Jahr in zwei oder drei weitere Städte: Bochum, Bonn, Bremen, Köln, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Frankfurt/Oder, Halle, Hamburg, Jena, Leipzig, München, Osnabrück, Potsdam, Wuppertal. Osnabrück ist seit 2012 eine besonders wichtige Zweigstelle geworden. Dies verdankt sich der engen Zusammenarbeit mit der Universität Osnabrück und ihrem Projekt latinale.academica, bei dem die Werke von Latinale-Gästen literaturwissenschaftlich behandelt werden.
Und…Die Latinale war 2011 auf der Buchmesse in Guadalajara, Mexiko, eingeladen, als Deutschland dort als Gastland vertreten war. Sie kehrte in gewissen Sinne an ihren Ursprung zurück. Seit 2019 gibt es auch eine Latinale Sur-Zweigstelle in Chile, die Anfang April 2020 kurzfristig, aber ausgesprochen interessant als ein rein digitales Festival, die Latinale Viral, stattfand.

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