Studien & Publikationen

Kultur- und Kreativwirtschaftsindex Berlin-Brandenburg 2013 erschienen

Zum zweiten Mal legen die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam mit der IHK Berlin und der IHK Potsdam den Kultur- und Kreativwirtschaftsindex (KKI) vor. Der KKI gibt einen Einblick in die wirtschaftliche Lage der Kultur- und Kreativwirtschaft der Region und reflektiert das aktuelle Stimmungsbild innerhalb ihrer Branchen. Das Ergebnis: Berlin-Brandenburg bleibt attraktiver Anziehungspunkt kultur- und kreativwirtschaftlicher Aktivitäten.

Über alle Teilmärkte des Clusters hinweg sehen sich die Befragten in Berlin-Brandenburg gut aufgestellt: 64 Prozent aller befragten Betriebe mit mehr als einem Mitarbeiter geben dem Standort ein gut oder sehr gut auf der sechsstufigen Schulnotenskala. Die gegenwärtige wirtschaftliche Situation wird von 39 Prozent der Betriebe gut oder sehr gut bewertet, etwa halb so groß der Anteil derjenigen, die sie schlecht oder sehr schlecht einschätzen (21 %). Deutlich anders ist jedoch die Situation bei den Einzelunternehmen bzw. Selbständigen: hier halten 57 Prozent ihre Lage für schlecht/sehr schlecht und nur 17 Prozent für gut/sehr gut. Deutliche Unterschiede in der Einschätzung gibt in den verschiedenen Teilmärkten: Während in den Branchen Games/Software/Multimedia, Architektur, Rundfunk und Werbung/PR/Marktforschung die positiven Einschätzungen die negativen teils deutlich überwiegen, ist die Situation in anderen Branchen umgekehrt, insbesondere in der Bildenden Kunst, dem Presse- und Buchmarkt oder der Darstellenden Kunst.

Die Kehrseite der Attraktivität sind gestiegene Mieten in den Innenstadtlagen Berlins. Gegenüber der letzten KKI-Untersuchung 2011, bei der günstige Mieten noch als Standortvorteil gelobt wurden, wird jetzt eine angespanntere Situation am Wohnungsmarkt wahrgenommen und zunehmend als Problem gesehen. In gleicher Weise wird auch ein zu geringes Angebot an günstigen Gewerbeimmobilien, Ateliers, Ausstellungsflächen etc. bemängelt.

Der nach 2011 nun zum zweiten Mal durchgeführte Kultur- und Kreativwirtschaftsindex Berlin-Brandenburg erweitert die Zahlen der amtlichen Statistik zu Anzahl und Umsatz der Unternehmen um wichtige „weiche“ Merkmale wie Geschäftsklimafaktoren, der Standortzufriedenheit, der Einschätzung der wirtschaftlichen Situation, den Zukunftsperspektiven der Unternehmen. Hierzu hat das Forschungsinstitut House of Research Vertreter von insgesamt 949 Unternehmen und Selbständige in den elf Teilmärkten Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Markt für Darstellende Künste, Designwirtschaft, Architekturmarkt, Pressemarkt, Werbemarkt und Software-/Games-Industrie befragt.

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Kategorie: Studien & Publikationen

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